Mit dem Bkool Rollentrainer bin ich seit fast einem Jahr sehr zufrieden. Die Bedienung ist einfach, Geräuschentwicklung ok und das Fahrgefühl macht Spaß. Der einzige Kritikpunkt an der Software, die aber im Gegensatz zu anderen (teureren) Herstellern ohne Fehler läuft, war die fehlende Mac OS Version.

Und was soll ich sagen? Bkool stellte vor zwei Wochen seinen neuen Trainer vor. Der Bkool Turbo Pro ist eine Weiterentwicklung und verspricht insbesondere in den Übergängen der Lastwechsel ein besseres Ansprechverhalten und soll weniger abgehackt sein. Man muss sich das so vorstellen, dass man auf dem Bkool Turbo Rollentrainer 6% Steigung fährt und wenn die Steigung sinkt dies abrupt geschieht, dies soll jetzt in einem fließenderen Ablauf geschehen. Außerdem wurde das Design leicht verändert, der Trainer ist 10db leiser als meiner und simuliert Leistungen bis 1200 Watt und Steigungen bis 21%. Neugierig? Bkool bietet einen kostenfreien 30 Tage Test an, danach kann das Gerät einfach zurück geschickt werden.

Bkool Cycling Simulator
Mit der Vorstellung des neuen Trainers präsentierte Bkool gleichzeitig eine neue Software (und nicht bloß ein Update der Alten). Vorweg: Der Bkool Simulator kann auf Windows PC, Mac OS, Android und iOS Systemen verwendet werden, auf Tablettes natürlich nur mit entsprechender ANT+ Schnittstelle. By the way, sobald Tanita noch eine Mac OS Version für das Analyse Tool ihrer Waagen herausbringt, brauche ich zu Hause kein Windows mehr.

Aber nicht nur die Plattformvielfalt weiß zu überzeugen. Der Bkool Cycling Simulator wurde komplett neu erstellt, grafisch aufgewertet und bietet zahlreiche neue Funktionen. Selbst mit meinem Bkool Rollentrainer sind die Übergänge in den Steigungen runder und das Fahrgefühl hat sich dadurch noch einmal verbessert. Das Layout spricht an und ist leicht zu bedienen. Theoretisch entfällt das Erstellen der Trainingssession über Bkool.com, denn man kann aus dem Bkool Cycling Simulator heraus auf empfohlene Sessions direkt zugreifen. Oder direkt Sessions anderer Benutzer auswählen und gemeinsam über das Internet fahren, Voice Chat inklusive (entsprechendes Headset/Mikrofon vorausgesetzt).

Gemeinsam Grundlage virtuell fahren?
Die Multiplayerplattform mit ihren Ligen und Gruppen ist ein Highlight der Software. Allerdings habe ich damit bisher wenig anfangen können, da ein Rollentraining für mich bisher immer ein Intervall oder Grundlagentraining darstellte und keine Rennsimulation. Allerdings könnte ich mir im Winter härtere Einheiten auf der Rolle auch vorstellen. Darüber werde ich dann berichten.

Aber es spricht auch nichts dagegen eine Gruppe zu bilden, die gemeinsam zu verabredeten Zeiten Grundlage fährt. Das Windschatten spenden stelle ich mir Schwierig vor aber ich würde freiwillig ausnahmsweise auch vorfahren :-)

Routenvielfalt und 3D Welt
Ca. 500.000 verschiedene Strecken von flach bis alpin stehen zur Verfügung und lassen sich über den Sessions Filter nach Schwierigkeit und Länge oder Zeit filtern. Besonders schön ist, dass die .fit Datei am Ende heruntergeladen werden kann und auf den Trainingsseiten hochgeladen werden kann und sogar die GPS/Höhenangaben mitliefert. Ein Teil der Strecken gibt es auch in der neuen 3D World für ein noch dynamischeres Fahrgefühl. Für mich schon fast zu viel Spielerei, denn mir reicht das 2D Höhenprofil und meine begleitende Unterhaltung in Form von Rollenvideos, Musik oder einem Film/Sportübertragung. Schön wäre nur eine Ergänzung von Höhenlinien im 2D Profil, damit man ungefähr abschätzen kann, wie viele Höhenmeter man sich gerade bergan begibt.

bkoolcyclingAuch ein Genuss für das Auge: Die neue Bkool Cycling Software. Weitere Vorschaubilder folgen in der kommenden Woche.

Insgesamt scheinen die Spanier an alles gedacht zu haben, sogar das eigene Spotify Konto lässt sich in die Software einbinden.