Nach der OP-Zwangspause habe ich das schöne Sonnenschein Wetter des goldenen Spätherbst auf der Couch genossen mit Wehmut jetzt nicht auf dem Rad zu sitzen. Ich blieb vernünftig und wartete die verordneten 15 Tage Trainingspause ab. Startschuss für 2015 war dann der 11.11 (allerdings nicht um 11.11 Uhr, denn da lag ich bereits wieder betäubt beim Zahnarzt). Es folgten 24 Trainingseinheiten in 47 Stunden.

Nachdem mir morgens um acht Uhr die Fäden gezogen worden sind, saß ich bereits eine Stunde später zum Testen für die ersten 60 Minuten auf der Rolle. Was für ein Gefühl! Beim Zahnarzt zuckten die Beine zufriedenstellend und zur Belohnung gab es dann am frühen Abend direkt weitere 90 Minuten Adrenalin für die Beine. Es klappte gut, schmerzfrei. Juhu! Es folgten am nächsten Tag zwei weitere Rolleneinheiten und dann bestieg ich auch direkt den Crosser, der stand ja geliehen schon seit Ewigkeiten hier rum. Spaß pur!

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Inhaltlich arbeitete ich an meiner Grundlagenausdauer, draußen gab es vielfach ein Fahrtspiel aus GA1/Ga2 und auf der Rolle das konzentrierte Ga1 Programm. Leider wurde meine Motivation seitens Bekohl nicht belohnt, denn ausgerechnet bei meiner 100km Rollenfahrt stürzte das Programm fünf Minuten vor dem Ende ab. So ein Ärgernis, gingen alle aufgezeichnete Daten verloren und ein Blog-Artikel, aber im Dezember kann man das bestimmt nachholen.


Von Tag zu Tag fühlte ich mich auf dem Rad wohler. Und gerade die längeren Einheiten vielen mir viel leichter als in den Jahren zu vor. Ich denke, dass das Sommerziel einen gute Beitrag leistet, denn es wirrt quasi täglich im Kopf herum (und schon bald können wir mehr verraten). Der Grundstein für das Ereignis wird aber jetzt gelegt. Ein solides Grundlagentraining als Basis für alles weitere.

Es kann im Übrigen auf der Rolle manchmal genauso kalt sein wie draußen (gefühlt), so dass man manchmal auch noch den Muschelpulli zum Warm Up benötigt, für lange Rolleneinheiten empfehlen sich übrigens kurzweilige Serie mit viel Spannung aber nicht zu verwirrenden Inhalten, dann verfliegt die Zeit und man hält auch durch. Letztendlich ist das Training auf der Rolle auch nur eine Frage der Motivation, der Kopf gewinnt. Is‘ so!

Leider hinke ich mit dem Kraftaufbau etwas hinterher, bisher habe ich dafür noch kein ok. Ich merke auch bei kleineren Belastungen selbst schnell ein leichtes Ziehen und so wird weiter abgewartet, wohlwissentlich das die Krafttrainingsphasen sich jetzt sehr verschieben und ich zum Abschluss der Grundlagenausdauer nicht meine Maximalkraft erreichen werde.

Nackige Zahlen:
24 Trainingseinheiten in 20 Tagen, 47 Stunden Radtraining, 20 Minuten Lauftraining, 1082km (inkl. Rollenkilometer) + 4km Laufen. Damit habe ich zum ersten Mal auch die 10.000 Jahreskilometer überschritten und arbeite im Dezember an den 100.000 Höhenmeter / Jahr und den 500 Trainingsstunden im Jahr 2014. Man benötigt immer wieder neue Ziele.

Im Dezember steht dann der nächste Block mit Schwerpunkt Grundlage an, aber auch die ersten Tests (FTP und eine Woche später Laktatdiagnostik) und die ersten CTF-Teilnahmen. Und was gibt es schöneres, als sich im Dezember selbst bremsen zu müssen nicht zu viel zu machen. Ein gutes Gefühl.