Bezugnehmend auf u.a. den Artikel „Droht dem Radsport der nächste Betrugsskandal?“ auf WELT Online, habe ich heute auf unserer Facebook Seite das folgende Statement veröffentlicht.

Während der Fußball Doping Skandal genauso schnell von der Bildfläche verschwand, wie er auftauchte, wittern große Medienhäuser lieber einen neuen Betrugskandal im Radsport.

Nicht der Erfolg von Degenkolb wird mit weiten Berichten gefeiert, nein lieber mit dem Hinweis auf vermeintliche elektrische Motoren während Mailand San Remo auf einem ganz niedrigen Level auf einen neuen Betrugsskandal spekuliert. Warum auch den Radsport positiv besetzen?

Grund für die Spekulationen ist eine Untersuchung nach dem Klassiker Mailand–San Remo, wo italienische Carabinieri in Kooperation mit Inspektoren der UCI 37 Räder aus dem Peloton unter die Lupe genommen haben. Die Polizeibeamten zerlegten die Räder in alle Einzelteile: Sattel, Rahmen, Speichen – alles wurde minutiös untersucht. Die Ermittler fanden am Ende keine Hinweise auf einen technischen Betrug. Trotzdem Grund genug mit einer Überschrift wie „Droht dem Radsport ein neuer Dopingskandal“ den Radsport grundlos zu diskreditieren.

Also was? Während es handfeste Beweise für Doping im Fußball gibt, versucht man anhand einer Untersuchung einen Doping Skandal herbei zu reden und ignoriert die Fakten, dass die Untersuchung nicht annähernd den Verdacht bestätigt hat? Ein ganz deutschliches Zeichen gegen den Radsport. Schade.