Gewöhnliche Tage im Leben eines befindlichkeitsorientiertem Radsportlers ist meine Kolumne am Sonntag über den Alltag als Hobbysportler mit eingeschränktem Zeitbudget aber großen Saisonzielen. – Zurück zum Intro.

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist schon nicht immer einfach aber wie bekommt man dann noch einen Trainingsplan mit 50-70 Stunden pro Monat in den Alltag integriert?

Meine Antwort lautet Planung und Struktur und persönliche Einsatzbereitschaft. Ein Belohnungssystem kann in diesem Modus nicht schaden. Für mich heißt die Belohnung trainingsfrei und ausschlafen.

Ein ganz gewöhnlicher Tag mit Arbeit und Split Training gab es am Donnerstag. Ich empfinde Split-Trainings an Arbeitstagen immer als besonders stressig aber gerade an meinem kurzen Arbeitstag macht das durchaus Sinn.

Um meine ehrgeizigen Ziele umzusetzen und trotzdem Zeit für meine Familie zu haben und die Arbeit nicht zu vernachlässigen, stehe ich derzeit an Trainingstagen um 5:15 Uhr auf. Vor ein paar Wochen war es noch 06:00 Uhr aber im Hinblick auf die Transalp möchte ich mich langsam an den Tagesrhythmus des Saisonhighlights gewöhnen.


Es Folgen ein paar Minuten im Bad (Wiegen inklusive), danach mein alltägliches Dehnprogramm und Entspannung für die Muskeln mit der Blackroll. Während des Kaffee Kochens wird die Herzvariabilität gemessen und mit Kaffee und iPad geht es dann gegen 06:10 Uhr an den Eßtisch. Daily Routine bis hierhin.

Um 08:30 Uhr muss ich zur Arbeit losfahren. Es stehen vor der Arbeit noch 45′ Dauerlauf auf meinem Trainingsprogramm. Also geht es um 07:00 Uhr umgezogen nach draußen. Vorher bekommt das Baby eine frische Windel und es gibt ein kurzes Gruppenkuscheln.

Im Frühjahr ist das Laufen um diese Zeit besonders schön. Die Luft ist klar und die Sonne wärmt ohne das es richtig heiß ist. Außerdem gibt es schöne Naturbilder – ihr kennt das.

Nach dem Lauf gibt es Frühstück. Ein grüner Smoothie reicht, da keine Trainingsbelastung bis zum Nachmittag ansteht. Außerdem nehme ich mir einen Apfel und zwei Möhren mit zur Arbeit.

Die Arbeit endet um 13:00 Uhr und ich bin um 13:30 Uhr zu Hause. Es gibt Salat mit Hirse, wichtige Kohlenhydrate für das spätere Training. Vorher ruhe ich mich aber noch aus. Um 16 Uhr geht es dann ins Studio zum Kraft Training, anschließend einkaufen und dann nach Hause.

Nach dem Duschen und dehnen ist dann Familienzeit mit einem leckeren Abendessen. Bestzeit ist dann um 21 Uhr, gut für das Baby und natürlich auch für mich. Denn der Wecker klingelt am Freitag wieder um 05:15.

Fazit:
Machen. Eine Planung ist wichtig aber die Umsetzung muss dann auch erfolgen. Ich würde auch das ein oder andere Mal lieber im Bett bleiben aber dann denke ich an die Transalp und finde mich im nächsten Moment im Bad wieder. Außerdem hilft mir meine tägliche Routine am Morgen, um mich auf den Tag generell vorzubereiten.