Mountainbiken in reinster Form bot die dritte Etappe der BIKE Fourpeaks von Hermagor nach Tröpolach. Ich weiß noch nicht genau wie aber ich habe heute für meine Verhältnisse richtig gerockt und das Ziel nach 4:07h als 133. AK / 230. Gesamt erreicht und mich dadurch in der Gesamtwertung deutlich auf Platz 141 verbessert.

Four Peaks 2015

Die Beine schmerzten heute Morgen um sechs Uhr doch ein wenig aber meine morgendliche Routine sorgt für Ruhe und Entspannung. Für mich die wichtigste Vorbereitungszeit.

Am Start nutzte ich die Zeit für ein paar Fotos, u.a. mit Phetetso Monese (LethosoSky), der sich anfangs in den falschen Startblock stellte. Wahnsinn was Phetetso leistet, er hält mit der europäisch dominierten Spitze als 37. richtig gut mit. Über das Team LethosoSky werde ich aber nach der BIKE Four Peaks noch einmal einen extra Artikel bloggen.

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Zurück zum Rennen: Den Startschuss gab es verspätet um 09:10, damit das Feld von Hermagor nach Tröpolach nicht am Bahnübergang geteilt wird. Bis Tröpolach war das Rennen neutralisiert, auf dem flachen Stück blieb es auch recht entspannt. Und dann ging es los mit dem Alpen Abenteuer Deluxe.


Der 15km Anstieg hinauf zum Madritschen hatte 1300hm, 1000 davon auf den ersten 10km bis zur Verpflegung. Mein Plan auf dem asphaltierten ersten Teil in den roten Bereich zugehen und dann auf dem Schotter Teil meinen Rhtymus zu fahren ging auf, wenn auch im Rennen für mich nicht absehbar. Denn die verrückten Dänen der ersten Etappe, genauso wie die Belgier und der Nutrixxion Pilot zogen direkt davon und außer Sicht.

Ich blieb meinem Rhtymus treu und konnte nach sechs Kilometern Sichtkontakt herstellen und bis zur Verpflegung wieder aufschließen. In dem Aqua Trail, eine extrem steile Steigung jenseits der 14% bis zur Millenium Express Bergbahn konnte ich alle erwähnten Fahrer einholen. Das gab mir Mut. Im ersten Downhill über diverse Wiesen führen alle mit gezogener Handbremse nach dem schweren Sturz des Schweden Calle Friberg.

Aber was gab es nun für Aussichten. Wahnsinn, die karnischen Alpen präsentierten sich unter blauen Himmel und sorgten für grandiose Ausblicke mit unzähligen Seen und massiven Gestein. Streckentechnisch folgte bei km31 eine Steigung, die ich auch nicht mehr vergessen werde. Das Pflaster von Belgien ist nichts dagegen und die Steigungen dort auch nicht, 500 schweißtreibende Meter und explodierende Beine. Danach ging es dann gemäßigt weiter bis zum zweiten Anstieg des Tages hinauf zum Garnitzentörl. Und wer denkt, wenn ich mir km36 als Gipfel notiere, dass nach km35 Schluß ist, der muss leiden. Der letzte Kilometer brannte so ziemlich alles weg aber nicht nur bei mir und so setzte ich mich hier von dem Dänen der erste Etappe und unserer Gruppe ab, um völlig im roten Bereich in den Enduro Abschnitt zu sausen. Buckelpiste mit Schlaglöchern, Matsch und Stein aber bei weitem kein Vergleich zum technischen Anspruch der ersten Etappe.

Hinauf zur Sonnenalpe müsste man mal wieder tragen, der anschließende Straßenabschnitt hinauf zur Tressdorfer Alm hatte ich mir als mögliche Tempoverschärfung ohnehin ausgeguckt. Klappte und ich drückte gut hoch, allerdings folgten danach noch 3,5km Schotterpiste. Rechnen ist nicht meine Stärke und ich fuhr mit Tempo, weil ich ja in 2km oben bin… Nun. Verflixt, biste nicht. Und es wird wieder steiler aber die Motivation auf eine Zeit unter 4:15 trieb mich an.

Die Abfahrt auf der Auffahrtsstrecke war unspektakulär aber schnell und sorgte für mächtig Adrenalin, das Gewitter im Hintergrund für mehr Druck auf das Pedal. Die letzten Kilometer ins Ziel, dass Nassfeld Harakiri war dann noch einmal Fahrspass Deluxe. Die Ski-Piste querend und im Schuss runter machte Spaß und so war ich dann nach 4:07 statt 5 Stunden im Ziel, zur Überraschung von Hasi, die mich aber auf der Millenium Mittelstation bereits gesehen hatte (für ein Treffen auf dem Madritschen war ich zu schnell ;) und deswegen mit einem Picknick Korb wartete.

Läuft die Four Peaks. Ich bin voller Freude über meine Leistung und die ganzen Impressionen und Aussichten. Es ist so hart und macht gleichzeitig soviel Spaß.

Und morgen geht’s von Tröpolach wieder zurück nach Hermagor, um dann über den Kreuzberg zum Weißensee zu fahren, dem höchsten Bergsee Kärntens und meinem Mountainbike Beginn im Jahr 2006. die dortige 35km Runde um den See gilt es so gut wie möglich zu genießen, ohne dabei die so hart erarbeitete Top 150 Platzierung herzugeben.