Vorbei sind die Mimimi-Zeiten. Wer Besonderes erreichen will, der muss von sich auch Besonders fordern, sagt nicht nur Herbert Steffny. Trainingswiederaufnahme ist geglückt und der Körper dankt es.

mein_trainungstagebuch

Nach drei trainingsfreien Tagen und einer sehr lethargischen Phase habe ich mich aus dem Kreislauf Leistungsverlust, Heißhunger, Gewichtszunahme und noch mehr Heißhunger befreit. Medizinisch wird das Ganze leider erst im März abgeklärt, bis dahin muss ich eben noch mehr mental dagegen angehen und experimentieren.

Obwohl ich die dritte Umfangwoche abgebrochen habe und damit knapp 10h weniger trainiert hatte als geplant, habe ich mich dazu entschlossen mit der Ruhewoche fortzufahren. Um den Körper langsam wieder Reize zuzuführen. Allerdings habe ich die Ruhewoche, um ein paar kürzere Einheiten ergänzt.

Montag und Dienstag gab es lockere Laufeinheiten, kurz und ruhig um das überlastete Knie nicht unnötig zu strapazieren. Die Doppelbelastung hielt es – zwar nicht ganz schmerzfrei – stand. Körperlich kam ich auch wieder auf Trapp. Hochdosiertes Vitamin B komplex, D3 und Zink sollen gegen die Heißhungerattacken helfen. Klappte auch gut, allerdings auch nur weil ich mental wieder dagegen ansteuern konnte.

Am Mittwoch folgten die ersten 60 Minuten auf dem Rad, fühlte sich nicht gut aber okay an. Danach ging es ins Studio die Beine strapazieren. Ruhewoche heißt auch Training mit weniger Gewichten oder weniger Sätzen oder oder oder.


Sowohl Montag als auch gestern gab es weniger Gewichte, einen Satz weniger und ich habe die Halte-Squats mit anschließendem schnellen Wiederholungen ausgelassen. Es gab auch keine HIT Intervalle zum Abschluss. Dafür habe ich intensiv mit Deuserbändern trainiert, dadurch ist die Muskelkontraktion pausenlos gegeben. Drei Sätze mit 10 Wiederholungen gab es jeweils in beiden Trainings, wobei ich die Squats langsam runter ausführte, kurz auf einer Bank ruhte und dann explosiv hoch drückte. Quasi aus dem toten Winkel. Es brennt aber es macht unglaublich Spaß gegen diesen Gummiwiderstand zu drücken. Am Samstag habe ich im dritten Satz dann 100kg mit Band geknackt. 💪🏋

Außerdem stand Kreuzheben, Kniebeuge mit Ausfallschritt und Overheadsquats im Freihantelbereich auf dem Plan. Abschließend ging es beim Schwächetraining dem Beinbeuger an den Kragen, sitzend und liegend. Hier habe ich aber noch viel Arbeit vor mir. Stabilitätsübungen, Blackroll und Dehnen rundeten die Studio Besuche ab.

Am Heilig Abend nutzte ich den Vormittag für ein Rollentraining und absolvierte ein zufriedenstellendes Fahrtspiel. Endlich hielt ich die Trittfrequenz gewohnt hoch. Mittags traf ich Thorsten im Studio zum Kettlebell Training. Neue Übungen und ein Intervallablauf sind eingeführt worden. Da kommt Freude auf, mittlerweile macht mir das Kettlebell Training am meisten Spaß. Diese vom Körper erzeugte Dynamik. Wunderbar.

Am ersten Feiertag der Ausdauer an den Kragen. 2,5h Rolle reichten dann aber auch. Es ist ja Ruhewoche.

Neben dem Krafttraining gestern gab es noch einen 5km Lauf, nach kurzem Warm Up zog ich das Tempo an und könnte für meine Verhältnisse recht schnell laufen. Zum Ende machte sich das Knie wieder bemerkbar. Es läuft sich aber schon besser, zur Belohnung mit 5km PR, der aber noch ausbaufähig ist.

Heute ist frei und ab morgen geht es dann wieder mit dem nächsten Umfang Block weiter.