Nach dem ich Anfang März zu Besuch in der Endokrinologie war und Mitte März über Neues aus der Endokrinologie berichtete folgt jetzt die logische Konsequenz, der Einzug in die Endokrinologie.

Übersetzt heißt das nichts anderes, als das ich ab kommenden Mittwoch zur weiteren Diagnostik in die (oder das?) RWTH Aachen stationär aufgenommen werde.

Nach wie vor war mein Cortisol Wert erhöht, bio-chemisch ist ein Cushing Syndrom nicht auszuschließen. Die behandelnde Ärztin hält dies für unwahrscheinlich, allerdings werde ich aufgrund einer allgemeinen Zustandsverschlechterung aufgenommen. Ursachenforschung auf höchstem Niveau.

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Allg. Zustandsverschlechterung

Ich habe lange überlegt, wie detailliert ich hier schreiben soll und mich für eine Zwischendings entschieden. Ehrlich und transparent aber trotzdem ohne zu sehr Privatsphäre zu vernachlässigen.

Neben dem bekannten Heißhunger und Fressattacken (die Zwischenzeitlich mal besser waren) folgte seit Mitte März auch keine Gewichtsabnahme mehr, obwohl ich regelmäßige Energiedefizite erarbeitet hatte. Sprich, ich war ernährungstechnisch motiviert und alles war prima, aber ich habe totzdem kein Gewicht verloren.

Neben der ganzen Problematik gab es im Sport auf der einen Seite Verbesserungen in der Ausdauerfähigkeit aber eben völlige Rückschritte in der Leistungsebene darüber. Tendenz sinkend. Dabei bin ich motiviert und habe nach wie vor bei jedem Training überwiegend Spaß. Ich muss mich nicht zwingen oder aufraffen, zumindest nicht mehr als ich dies vor nem Jahr musste.

Darüberhinaus habe ich immer mal wieder Herz rasen in Ruhephasen. Ich liege auf der Couch und sekundenlang rast mein Herz. Dazu drückt es gelegentlich an den unteren Enden der Rippenbögen mit einem stechenden Schmerz.

Obwohl ich ja fitt bin und nach wie vor 3-4h Rad fahren kann ohne danach erschöpft zu sein (oder 1h laufen kann), komme ich bei geringsten Alltagsbelastungen (zum Beispiel eine Treppe hinauf gehen) außer Atem.

Dazu gesellen sich Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen, gelegentliche Antriebslosigkeit und ein allg. Unwohlsein.

Das alles irgendwie wie ein Kreislauf ist, muss ich wohl nicht erklären. Gerade ihr Sportler wisst selbst, wie sehr man unter Verletzungen leidet und welche Konsequenzen sowas im Alltag haben kann.

Das Problem oder das Gute (ich weiß es nicht mehr) ist, dass ich zumindest durch den Sport meinen Zustand immer wieder etwas verbessern kann. Bis zu einem gewissen Grad hilft Training, schlagartig ist es dann doch wieder Zuviel. Aber in für mich unmöglich zu überblickenden Wechseln.

Seit Dienstag ist dann völlig der Wurm drin, weshalb ich auch das Training vorerst bis zum Krankenhaus ganz abgebrochen habe. Weil seit Dienstag fehlt mir wirklich die Lust am Sport. Inwieweit das jetzt durch Enttäuschung, Frustration und dem allgemeinen Zustand begünstigt ist, kann man auch nur mutmaßen.

Wenn ich Lust habe, fahre ich Rad oder gehe laufen. Aber völlig ohne Vorgaben und ohne Trainingsambitionen.

Hypercortisolismus, Cushing Syndrom, Morbus Cuhsing

Schlagworte die mir mittlerweile wirklich Sorgen bereiten. Auf der einen Seite hoffe ich, dass die Lösung ganz einfach ist. Andererseits fühle ich mich von innen aufgefressen und sehe auch keinerlei äußerlichen Stressfaktoren.

Beispielsweise hatte ich im März Elternzeit, also völlige Stressfreiheit im Beruf und der allg. Zustand hat sich trotzdem verschlechtert.

Fazit

Ich bin froh, dass jetzt offensichtlich die Hilfsleistungen zunehmen und sich eine Diagnose für die seit Oktober/November anhaltende Verschlechterung meines Stoffwechselsystems anbahnt.

Anbei möchte ich auch mal anmerken, wie toll meine Kollegen auf der Arbeit sind. Die mir am Donnerstag alle meine Dienste bis zum Krankenhaus abgenommen haben und bereits im Vorfeld einen Daniel-fällt-aus Ersatzplan geschaffen haben, weil zu dem Zeitpunkt noch nicht absehbar war wie es weitergehen wird. So ein Rückhalt ist unbezahlbar.