Guten Morgen. In der vorerst letzten Ausgabe meines Trainingstagebuchs gibt es wenig zu berichten. Seit Dienstag steht der Körper still. Krankenhaus statt Saisonauftakt in Kellerwald, Frustration statt Vorfreude. 23 Wochen für die Katz?

mein_trainingstagebuch

Ganz so pessimistisch sehe ich das nicht. Meine Vorbereitung verlief mit Ausnahme meines körpereigenenen Fehlers gut und die Grundlage passt. Ich bin in soweit optimistisch, dass ich nach Diagnose, Therapie und Diät (bei +13kg mittlerweile) in diesem Jahr noch sportlich aktiv werden kann. In welchem Umfang und mit welchen Zielen wird sich zeigen.

Die Marathons im April und Mai sind abgesagt, hinter dem 24h Rennen in München steht ein – nach Tagesform – kleines bis ganz großes Fragezeichen. Aber so sehr beschäftigt mich das ganze auch nicht.

Körper flicken

Neben der Stoffwechselerkrankung war ich auch noch bei der Physio wegen meines Beckens und der Kraft Dysbalanace mit der Erkenntnis, dass mein Becken nicht die Ursache dafür ist und das ich schief auf dem Rad sitze quasi auf die Kraftdysbalance zurückzuführen ist. Die wiederum betrifft die ganze linke Körperseite.

Inwieweit das mit der Stoffwechselerkrankung zusammenhängen kann, gilt es genauso zu untersuchen wie mögliche kardiologische Erkrankungen auszuschließen. So wie es ausschaut wird der Aufenthalt in der Uniklinik etwas länger.

Ich erspare euch jetzt alle möglichen Hypothesen und werde dann besser über Fakten sprechen.

Statistik

Leider bin ich aus der Sally Challenge raus. Zum einen fehlt die Lust auch dazu, zum anderen sorgte mich die Tatsache, dass ich abrupt 30sek verloren habe und nach einem guten Start (0:56, 1:01) auf einmal nach 30 Sekunden nicht mehr konnte. Das Zeichen gepaart mit der Unlust bedeutete für mich das Sally aus. Ich hoffe ich kann euch nach meiner Genesung zu einer weiteren Sally Comeback Challenge begeistern. Es wäre mir eine Freude.

1 Radeinheit am Montag, die sich gar nicht schlecht anfühlte. Aber ab Dienstag fehlte die Lust und seit Donnerstag bin ich sowieso durch den Wind. 2 Läufe (5km, 7km) gab es seitdem, die aber auch während der Einheit nicht die gewohnte Stimmung erzeugten.

Fazit

Denkbar blöder Zeitpunkt der Abbruch meines Trainings zum Saisonstart. All die Qualen im Winter bei miesen Wetter und jetzt, wo die Sonne scheint habe ich keine Lust mehr. Während ich bei -6 Grad gut gelaunt am frühen Morgen los lief, ist meine Stimmung bei 18 Grad und Sonne bestenfalls noch neutral.

Ja, ich bin gerade enttäuscht. Nein, ich bin nicht hoffnungslos. Mein Grundoptimismus ist vorhanden und ich werde niemals aufgeben. Aber in der aktuellen Situation ist ein bißchen Frustration erlaubt, alles andere wäre doch wohl noch eigenartiger oder?