Als ich vor zwei Wochen desillusioniert mein Trainingstagebuch vorerst für beendet erklärt hatte, hätte ich nicht geglaubt zwei Wochen später wieder ein erstes Wochenfazit ziehen. Woche 25 in 2016 lief widererwarten bestens.

mein_trainingstagebuch

Bereits nach den ersten beiden Einheiten am vergangenen Wochenende habe ich mich zu Wort gemeldet und mein #comebackstringerthanever gefeiert. Einfach drauf los, nach Lust und Laune war das Motto der ersten Trainingstage. Hauptsache back on Bike.

Herzfrequenzvariablität gibt den Anschlag vor

Verunsichert aufgrund der fehlenden Diagnose ernähre ich mich jetzt glutenfrei und trainiere strickt nach Herzfrequenzvariablität. Gibt es hier erste Anzeichen von Stress, so wird weniger bis gar nicht trainiert. Vielleicht kann ich so den Cortisolspiegel bei einem möglichen Cushing Syndrom positiv beeinflussen und sacke nicht mehr so stark ab, wie am Anfang des Aprils.

Ungeahnte Leistungspotenziale

Nach dem bereits am Wochenende die Leistung erstaunlich gut war, konnte ich diese am Dienstag reproduzieren. Keine Eintagsfliege, Glück gehabt. Nach knapp 3 Stunden hatte ich fast 700hm eingesammelt und das am flachen Niederrhein.

20160422-DoverenBaal

Am nächsten morgen wartete Ansgar zum gemeinsamen Grundlagen Training, es war bitterkalt aber umso schöner. Während mir vor meinem Krankenhausaufenthalt die Tour mit Ansgar dermaßen schwer gefallen ist, waren die lockeren zwei Stunden einfach Freude pur. Nachmittags gab es dann auf der Arbeit das zweite MTB 4 Kids und die Einheit des morgens spürte ich gar nicht.

Am Donnerstag folgte der ein kurzer Morgenlauf; einfach herrliche dies kalte aber sonnige Luft. Im Studio setzte ich dann am Nachmittag Thorstens Vorgaben um. Zum Wiedereinstieg Grundübungen mit 40-60% Gewicht, 10 Sätze mit je 10 Wiederholungen; Muskelkater vorprogrammiert. Aber auch hier war ich fokussiert und mit Spaß bei der Sache.

Freitags gab es die nächste Radeinheit, nicht zu intensiv. 2:45h im Gelände machten Spaß und trotz der schweren Beine war die Leistung ganz passabel.

Samstag war dann der zweite freie Tag der Woche. Weniger ist mehr und meine derzeitige Form möchte ich nicht in den Keller bringen.

20160426-Aprilwetter-3

Am Sonntag zeigte sich der April von seiner fiesen Seite. Schneegraupelwindkälte bedeutet Aprilwetter, beste Vorausetzungen für eine Ausdauereinheit unmittelbar nach einer Nachtbereitschaft.

Entsprechend zäh war der Beginn aber nach 15min war ich in meinem Rhtymus und fuhr immer schön hinter der großen Regenfront her, dem Rückenwind sei Dank.

Fazit

Mehr als gedacht und trotzdem nicht über meine Grenzen hinweg. Vier Radeinheiten mit knapp 200km auf dem Rad, alle im Gelände mit 1800hm. Woche 1 des Wiedereinstiegs mit knapp 11 Stunden Radtraining ordentlich beendet. Dazu kommen drei Läufe mit insgesamt 11,1km in 1:06h sowie ein Ganzkörperkrafttraining über 1:15h.

Alles wohl dosiert und stets auf dem Körper hörend. Ansgars Rad befolgend grübel ich jetzt weniger über das, was meine Leistung genommen hat bzw. warum es mir schlecht ging. Cuhsing? Zölikolie? Shit happens, gerade geht es aufwärts und ich tue alles dafür, dass es so bleibt. Alles andere kann ich sowieso nicht beeinflussen.