70% Regenwahrscheinlichkeit bedeutet gleichzeitig eine 30%ige Chance, dass es trocken bleibt. Think positive und es bleibt trocken, auch wenn die Wolken um 07:15 Uhr dicht in den Bergen hingen.

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Geplant war eine längere Mountainbike Tour um den Weißensee inkl. dem Anstieg zur Techendorfer Alm, den ich bisher nicht kannte und der mit 8km / 800hm auch eine ordentliche Wand darstellen sollte.

Begonnen habe ich die Tour von Neusach mit leichtem Einrollen bis zur Weißensee Bergbahn, um dort dann die alte Rodelstrecke hinauf zu fahren. Nach 5km (400hm) blickte ich über die Wolken, da wo die Freiheit grenzenlos ist.

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Ich suchte den Weißensee Trail, eine 3,6km lange Abfahrt für Mountainbiker, die am 25.06 eröffnet wird und testete diese über viele Abschnitte. Kurvenreich, flowig und mit tollen Aussichten. So schön, dass ich über den Ort Naggl ein weiteres Mal Richtung Naggl Alm fuhr. Dieses Mal allerdings so, wie wir es 2015 auf der letzten Etappe der BIKE Four Peaks taten.

Und dann eben nochmal Flow Trail Spaß. Weiter ging es ein weiteres Mal über Naggl hinauf zur Bodenalm. Der Anstieg zum Dolomitenblick ist sehr übel, die 3km haben im Schnitt 10%. Nur 10%, denn der flache Start relativiert die gemittelte Steigung. In der Mitte blieb die Steigungsrate nicht unter 12% stehen, meistens um 15-18% über 1500m. Ich weiß schon, warum ich normalerweise andersherum um den See fahre.

Über die Boden- und Fischeralm gelang ich schnell zum unterbauten Ostufer des Sees. Bisher habe ich immer die Techendorfer Alm ignoriert, kommt man mit dem Mountainbike sowieso nicht auf den Stosia Gipfel und muss den gleichen Weg wieder zurück.

Bereut habe ich es heute nicht. Die Steigung verlangt einem alles ab, denn der Untergrund ist meistens sehr lose und die Traktion gering, dazu kommen lange Passagen mit Steigungen von 10-15%. Für den Ausblick hat sich gelohnt.

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Noch nie habe ich den See aus einer derartigen Höhe gesehen und in der Abfahrt auch nicht mehr aus den Augen verloren. :-)

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Zwei kurze knallige Gegenanstiege gab es dann auf den Weg nach Neusach zurück, ehe ich dann kurz vor der 5 Stunden Marke unsere Fewo erreichte. 65km, 2500hm die ich gut spüre. Flachstücke suchte ich heute vergebens.

Morgen geht es im Übrigen ein weiteres Mal auf Spurensuche eines Weltmeisters. Hinauf auf den Hochstein (11km, 1200hm, 10,5%) bei Lienz, Alban Laktatas Hausberg. Es wartet mit dem Russenweg ein von der BIKE als Top20 zertifizierter Alpentrail auf mich und wenn die Zeit reicht, dann werde ich auch noch die Faschingalm besuchen.