Endspurt vor den Saisonhöhepunkten. Noch zwei intensive Trainingswochen bis zum Tapering und dann startet auch schon das 24h MTB Rennen im München. #comebackstrongerthanever läuft immer besser und ich komme rechtzeitig in Form. Was auch immer das heißen mag.

mein_trainingstagebuch

3 Trainings in 18 Stunden


Am Montag startete die Woche nach dem langen Wochenende mit guten Trainingskilometern mit einem Ruhetag.

Nach der Arbeit startete ich am Dienstag in eine ziemlich anstrengende Belastungsphasen, denn gleich drei Trainings mit ansteigender Intensität in 18 Stunden warteten auf mich.

Überraschend schnell war ich bereits beim Reggie Ride am Dienstag nachmittag, in den zwei Stunden spulte ich unbewusst einen 30er Schnitt runter bei lockeren 135 Watt im Schnitt.

Ein Gewitter, ein Arztbesuch und zwei Stunden später traf ich Thorsten im Studio zur Beinkraft unter dem Motto alles platt machen. Ich hätte mir meine Wortwahl besser überlegen sollen, denn Thorsten war heißer als das Studio (gefühlt 40 Grad) und vor mir bildete sich ein See aus Schweiß.

Nach extrem tiefen Squats in einer Pyramide 60kg/70kg/80kg/90kg/80kg/70kg/60kg mit anfangs 10 später 6 und am Ende wieder 10 Wiederholungen wechselten wir auf Ausfallschritte mit Langhantelstange und Gewichten. Pausenlos wechselte ich das linke und rechte Beine ab, ebenfalls in einer Pyramide und am Ende wiederholte ich den schwersten Satz mit drei Wiederholungen mit völligen Fokus gleich drei Mal, obwohl ich nach dem ersten bereits fertig war. Völlige Konzentration, totaler Fokus auf den Oberschenkel und ab ging die Post. Ein bißchen muss man Schmerzen mögen bzw. einen positiven Umgang damit finden.

Waden und hintere Overschenkel durften nicht fehlen und um 21 Uhr war ich dann, spätr als sonst, total zufrieden aber hundemüde zu Hause, um dann um 08:20 Uhr wieder auf dem Rad zu sitzen.

Zum Glück hatte ich Ansgar! Was waren meine Beine bleischwer und wie anstrengend die Einheit alleine geworden wäre, möchte ich mir nicht ausmalen. Aber wenn du einen hast, der vorweg das tEmpo hoch hält, dann kannste dich halt darauf voll konzentrieren und weiter anstacheln.

Erste gemeinsame offizielle Teamausfahrt mit Ansgar

Erste gemeinsame offizielle Teamausfahrt mit Ansgar

Es war eigentlich keine Bolzeinheit, gefühlt für mich aber schon. Aber eben nur gefühlt, denn sowohl Puls wie Wattwerte zeigten mir hinterher, dass wir völlig im Rahmen eines Ga1-2 Fahrtspiels agiert haben. 175 Watt im Schnitt. Ansgar, der zwei Trainings weniger in den Beinen hatte, fühlte sich nach der Einheit auch entsprechend besser. Unternehmen 30er Schnitt als Taufe seines neuen Rennrads geglückt. Was ein Glück.

Offiziell werden wir Ansgar auch in der kommenden Woche vorstellen, Training, Urlaub und Arbeit verhinderten leider kurzfristig eine früher Vorstellung.

Ein Besuch beim Arzt


Beim Arzt war ich auch noch, genauer gesagt beim Gastroentlogen bezgl. meiner Leidensgeschichte im vergangenen Vierteljahr. Gemeinsam kamen wir zu dem Entschluss, dass eine Glutenunverträglichkeit, eine Weizenallergie oder eine Glutensesibilität durchaus mit hoher Wahrscheinlichkeit für mein Unbehagen verantwortlich sind.

Alle Symptome sprechen dafür, genauso wie die schnelle Verbesserung nach der Umstellung auf eine glutenfreie Diät.

Schwierig wird der Nachweis, denn dafür müsste ich erst wieder 3-4 Monate täglich Gluten essen, damit die Antikörper bei einer Biopsie nachweisbar wären. Ein Aufwand, der mir ehrlich gesagt zu krass ist.

In zwei Wochen findet die Nachuntersuchung in der Endokrinologie statt, wo ich das Thema ebenfalls ansprechen und mir eine weitere Meinung einholen werde. Denn eins ist sicher, dass Übertraining scheidet als Hypothese aus, denn dafür kam die Leistung und das verschwinden der Symptome einfach zu schnell.

Urlaub & Training in den Alpen


Seit Samstag schnuppere ich Höhenluft am Weißensee in Kärnten und habe hier bereits 9 Stunden auf dem Rad verbracht (2 TE) und knapp 175km und 3500hm in den Beinen. Es läuft immer besser, denn Steffi hat mir durchaus einen anspruchsvollen Trainingsplan mitgegeben. Lange und vor allem harte Einheiten (2x 20-30′ All-in) standen auf dem Programm, umso zufriedener bin ich mit der Leistung. 285 Watt über 22min lassen sich sehen, zumal ich auf dem Rennrad mit falschen Sattel (mein ProPo kam leider nicht rechtzeitig aus dem Mileba Service zurück) und nicht perfekter Abstimmung meine Kraft nicht zu 100% entfalten kann.

Kurz hinter Greifenburg. Die Bundesstraße nach Lienz mit den Dolomiten im Hintergrund

Kurz hinter Greifenburg. Die Bundesstraße nach Lienz mit den Dolomiten im Hintergrund

Das ich am Samstag bereits aufs Goldeck gefahren bin ärgert mich ein wenig, denn mit den schweren Autobeinen war auf dem langen Anstieg natürlich wenig Saft in den Beinen und das Ergebnis dadurch weniger aussagekräftig. Ich hätte gerne versucht die Auffahrt mit 250+ Watt in Angriff zu nehmen, funktionierte aber nicht.

Fazit


Eine weitere Trainingswoche mit über 15 Stunden im Gepäck für München. Selbstvertrauen, Motivation und Leistung steigen an, das Gewicht sinkt (auch wegen der verlorenen Haut :D).

In love with the alps. Blick aus der Fewo.

In love with the alps. Blick aus der Fewo.

315km, 4000hm waren es in dieser Woche mit zwei Alpen Tagen. Mal sehen, ob ich nächste Woche die 10000hm knacke. Ich bin mir noch nicht sicher, wie ich das Alpe Adria angehen werde. Es gibt zwei Optionen, die beide sinnvoll erscheinen. Entweder als Rennen, ausgeruht und mit Reduzierung der Belastung ab Donnerstag. Oder aber als letzte harte Trainingseinheit in Österreich mit einem eingeschobenen dritten Block.