Noch 237 Tage bis zur 24h MTB Weltmeisterschaft in Finale Ligure. Mein Kopf ist seit Wochen im WM Fieber aber nach dem 24 Stunden Rennen in Gulbergen war eine längere Sportpause super wichtig, um heute erholt und erfrischt das Training für die Weltmeisterschaft aufzunehmen. Das Ziel ist formuliert, der Fokus vorhanden und die Motivation hoch. Ich will es sehr. Nie war mehr Anfang als jetzt!

Die letzten beiden Wochen habe ich bewusst abgeschaltet. Kein Sport, kein Ernährungsprotokoll, keine Herzfrequenzvariabilität, keine Morgenrituale, viel weniger Social Media, Blog und Emailverkehr. Natürlich konnte ich nicht völlig vom Radsport abschalten, immerhin beschäftigte mich Gulbergen24-uurs auf der einen Seite und Finale Ligure 2017 auf der anderen Seite sehr. Vergangenheit trifft in der Gegenwart auf die Zukunft.

Aber die 14 Tage Pause taten gut, mindestens genauso gut taten aber die ersten beiden Workouts heute. Bereits beim Nüchternlauf habe ich die Sonne genossen und mich an den frischen und leichtläufigen Beinen erfreut. Gleiches galt der Mountainbike Tour nach dem Frühstück. Eine völlig neue Erfahrung mit dem Garmin in der Rückentasche einfach nach Lust und Laune durch die hiesigen Wälder.

Finale 2017 mtb24h

237 Tage Vorbereitung

Natürlich starte ich nicht mit vollen Umfängen oder Intensität in die Vorbereitung. Die kommenden zwei Wochen Wiedereinstieg ins Training verlaufen moderat nach Lust und Laune. Wichtig ist für mich der Rhythmus, damit ich dann an den kalten Wintertagen meine Konzentration auf das Training legen kann.

Im November ud Dezember wird das Kraft Training eine besondere Rolle bekommen und im Vergleich zu 2016 intensiviert, während das Training auf dem Rad etwas gekürzt wird. Mitte Dezember wird das Training auf dem Rad langsam gesteigert, damit ich dann von Januar bis März mit drei Grundlagen Blöcken die Umfänge steigern kann. Danach bleibt genügend Zeit für den spezifischen Formaufbau.

Nie war ehr Anfang als jetzt

Ich weiß noch genau mit welcher Leidenschaft ich 2015 ins Transalp Training eingestiegen bin und mich in einer ebenso langen Vorbereitung auf den Punkt fit gemacht habe. Trotzdem fühlt sich der Auftakt jetzt noch emotionaler an. Es geht schließlich um die Weltmeisterschaft. Es werden harte und wahrscheinlich auch lange 223 Tage bis zum Tapering. Und insbesondere die Grundlagenphase Mitten im Winter wird einiges abverlangen. Aber ich weiß ganz genau wofür und werde darauf meine Motivation schöpfen.

Ich freue mich auf die WM. Ich freue mich auf die Vorbereitung. Ich freue mich auf den Erfolg und auf die kommenden Schmerzen und Qualen. Ich werde noch mehr lernen den Schmerz im Training genießen, um mich an meiner Leistung im Rennen zu erfreuen.

Nie war ehr Anfang als jetzt.