Wirklich überraschend kam die Bekanntgabe des Aus für die BIKE Four Peaks am Mittwoch für mich nicht. Vieles sprach in den vergangenen Wochen und Monaten dafür, dass das Event in der bisherigen Form nicht wieder stattfinden wird. Jetzt ist es offiziell: Die BIKE Four Peaks 2017 sind raus. Kein 4-tägiges Alpen Warm-Up mehr, entweder Transalp oder gar nichts.

Nach der Sparkasse Trans Zollernalb ist die BIKE Four Peaks das zweite große Etappenrennen im deutschsprachigen Raum, was nicht weiter fortgesetzt wird. Sehr schade, denn beide Etappenrennen begründeten nicht nur mein Interesse an der Extreme Distanz, sondern stellten für viele Mountainbiker auch einen ersten Schritt oder Test für die Mutter aller Etappenrennen dar.

Keine Gründe für die Absage der BIKE Four Peaks

Die seit 2013 in Deutschland und Österreich ausgetragene BIKE Four Peaks wurde als Nachfolger der legendären Trans Germany ins Leben gerufen und erfreute sich großer Beliebtheit. 700-900 Teilnehmer konnten im Schnitt während der vier Austragungen verzeichnet werden. Für mich unbeliebt machte sich das Etappenrennen mit dem letztjährigen Schritt das Etappenrennen auf zwei Etappenorte zu begrenzen, denn gerade ein möglichst großes Gebiet in vier Tagen abzufahren, machte für mich mitunter den Reiz aus.

Offizielle Gründe fr die Absage gibt es nicht. Das Statement ist ungewohnt dürftig, Projektleiter Jan Leschinski gibt sich auf der Homepage wortkarg

„Wir möchten uns 2017 noch stärker auf unsere weiteren Mountainbike- und Rennradprojekte fokussieren. Wir bieten mit der BIKE Transalp, die vom 16. bis 22. Juli 2017 zum 20. Mal stattfinden wird, eine hervorragende Alternative und freuen uns darüber hinaus, in Kürze ein neues MTB- und eMTB-Highlight für 2017 präsentieren zu können.“ (Jan Leschinski, Projektleiter Ley Events)

Unvergessene Momente bei den BIKE Four Peaks 2014 und 2015

Nach der Sparkassen Trans Zollernalb 2013 hatte ich Blut geleckt und wollte im Jahr danach unbedingt meinen Saisonhöhepunkt bei einem Etappenrennen verbringen. Damals war eine Teilnahme an der Craft BIKE Transalp für mich unvorstellbar, so dass ich mich für die Saison 2014 zur Teilnahme an der BIKE Four Peaks entschlossen hatte.

Das neue Event mit nur vier statt fünf Etappen (wie die Trans Germany) mit einem tollen Bergmix in Deutschland und Österreich hatte zum Debüt gute Kritiken erhalten.

In den Alpen! Die BIKE Four Peaks waren ein schöner Kompromiss aus Racing und Panorama.

In den Alpen! Die BIKE Four Peaks waren ein schöner Kompromiss aus Racing und Panorama.

Sportlich lief es 2014 so Lala, aber die bildgewaltigen Momente haben sich in meinem Hirn festgebissen und bleiben emotionale Erinnerungen. Sowohl die Strapazen und körperlichen Anstrengungen aber auch an genussvollen Weitblicken in den Alpen bleiben für mich unvergessen. Der Hahnenkamm mit dem Fleckalmtrail kann ich heute noch gedanklich nachfahren.

2015 kam ich spontan in den Genuss der Teilnahme durch eine Gewinnspielteilnahme. Besonderes Highlight war der Zielort in Techendorf am Weißensee, wo für mich das Mountainbiken fast 10 Jahre vorher begann. Sportlich lief das Rennen richtig gut und letztendlich war die BIKE Four Peaks 2015 der Auslöser für meine Fokussierung auf extreme Langdistanzen.

Hinauf zum Madritschen. Mein erster Anstieg über 1200hm

Hinauf zum Madritschen. Mein erster Anstieg über 1200hm

Aus diesem Grund ist es für mich persönlich sehr schade zu lesen, dass es die BIKE Four Peaks so nicht mehr geben wird. Ebenso gefällt es mir nicht, dass der Markt an Etappenrennen weiter sinkt.