In Daniels WM-Tagebuch laden wir täglich dazu ein, Daniel bei seiner Vorbereitung auf die wembo 24h Mountainbike Weltmeisterschaft zu begleiten.

Der Wind weht in dein Gesicht und du weißt nicht, gehst du weiter oder gehst du eben nicht. Das große Ziel, soweit entfernt… oder eben nicht. Noch 110 Tage bis zur Mountainbike Weltmeisterschaft 2017 in Finale Ligure.

Obwohl ich heute, Dank einer fantastischen Leistung von Ansgar, auf der Rolle trainieren konnte, wehte mir trotzdem der Wind ins Gesicht. Mit dem Start in das letzte Wochenende vor der Ruhewoche ist der Akku schwach aber das Programm riesig. Mental fühle ich mich dem gewachsen und konnte heute ein ordentliches Training ableisten mit Biss und der Bereitschaft Grenzen zu versetzen!

Mentale Stärke ist das A und O, wenn es darum geht ein schweres Training mit guter Leistung zu absolvieren. Schmerzen kann man dabei nicht verhindern, aber man kann lernen sie zu genießen und zu ertragen. IE-Intervalle, Training für die Vo2Max muss zwangsläufig weh tun. Mit den richtigen Zielen und der Bereitschaft seine Grenzen zu verschieben, kann dieses Leiden aber auch Spaß machen.

Es machte mir heute extrem viel Spaß während der IE-Intervalle bei einem Puls von 182, 183 bis 186 auf die Zähne zu beißen, das Gefühl auszuhalten und die Leistung hoch zu halten. Es hat Spaß gemacht dieses Limit auszureizen. Im zweiten Intervall mehr als während des ersten. Und genauso bin ich später bei den EB-Intervallen verfahren.

Statt Erholung ging es danach zur Arbeit, dafür wartet heute Abend noch eine kurze G1/KB Erholung auf mich. Denn am Samstag und Sonntag erwartet mich das volle Trainingsprogramm mit intensiven Intervallen und längeren Umfängen.

Mein Training heute


G1/IE/EB: 2×6′ IE, 3×4′ EB, 75 Minuten. TSS 95.

Etwas habe ich das Training heute hinausgezögert, allerdings eher wegen der Produktivität am neuen MacBook Pro. Als ich dann auf der Rolle saß, denn IE-Intervalle traue ich mir outdoor nicht zu, fühlten sich die Beine verdammt geschmeidig an.

Der Ruhetag tat richtig gut und bereits im Warm Up konnte ich gut im hohen G1-Befreich auf Temperatur kommen. Die 2×6′ intermitted exercises (IE) mit 30″ Be- und 30″ Entlastung (400+Watt/120 Watt) konnte ich prima umsetzen und hatte richtig viel Spaß am Ende an mein Limit zu gehen.

Denn durch die kurzen Intervalle steigt der Puls noch sachte an, allerdings sind dann die letzten Be- und Entlastungsphasen grundsätzlich auf hohem Niveau. Der Puls fiel während der Entlastung am Ende nicht mehr unter 170 und trotzdem fiel mir das antreten weiterhin leicht. YEAH!

Auf den Diagrammen ist schön zu sehen, wie ich mich in den beiden Intervallen bis ans Limit erschöpfe und die 15′ Erholung im G1 Bereich hinterher komplett zur Wiederherstellung meiner Kräfte nutzen musste.

Entlastung: Erst nach 15min war ich wieder erholt und bereit für neue Belastungen.

Denn erst nach 14:30min sank mein Puls unter 140bpm und war damit wieder auf G1-Niveau, während ich die gesamte Dauer im G1 Watt Bereich absolviert habe. Die Erholung dauert so länger, als wäre ich im Kompensationsbereich gefahren, allerdings ist sie qualitativ hochwertiger und eher am Renngeschehen.

Die drei EB-Intervallen gefallen mir insgesamt auch gut, wenn gleich ich im zweiten Intervall zu hart angefangen habe und in der Mitte kämpfen musste. Die Erholungszeit habe ich hier im KB-Bereich pedaliert, um die EB-Intervalle möglichst konstant fahren zu können. Die Erholungszeit Betrug nur drei Minuten und erschwerte die Bedingungen. Mit 275/280/280 Watt habe ich gute Intervalle gefahren!

Solche Trainingsleistung begeistern mich nachhaltig, weil sie das Selbstvertrauen stärken und die Entwicklung nach vorne darstellen. Und das trotz einer Grunderschöpfung nach drei harten Trainingswochen.

Heute Abend gab es dann noch lockere 20′ im KB/G1 Bereich auf der Rolle, damit die Beine morgen schön locker sind. :D

Ansgar macht’s möglich

Mein Rennrad viel ja zur Wochenmitte aus, nachdem der Seilzug vor dem Training gerissen ist. Ansgar arbeitete mit Hochdruck in seiner knapp bemessenen Zeit, trotz lädierten Rückens und setzte mein Rad bis gestern wieder in Stand.

Nebenbei baute er mich mental nicht nur auf, sondern stärkte mich so sehr, dass diese Woche im Rückblick einfach bisher genial verlaufen ist. Während ich Dienstag vor dem ersten Training der Woche das Gefühl hatte völlig fertig zu sein und lieber die Ruhewoche vorziehe, ist meine Einsatzbereitschaft, Leistungsbereitschaft und faktische Leistung seit Dienstag gerade absolut perfekt.

Ohne Ansgars warme Worte, wäre ich nicht am Dienstag trotz völliger Demotivation (mental) und Frustration (kaputtes Rad für die Rolle) nach draußen gegangen, um es uns zu beweisen. Mit dem Ergebnis einer Riesen großen Trainingsfreude, die mich Mittwoch ebenfalls dem fiesen Wetter trotzen ließ.

Und dann war das Rennrad auch zurück, um heute wieder auf dem Punkt für die IE-Intervalle im Keller zu stehen. Denn die 30/30″ Intervalle traue ich mir draußen nicht zu, zumindest nicht qualitativ hochwertig mit Blick auf meine Umgebung.

Ich kann nicht oft genug Danke sagen, zum Glück weiß das Ansgar. Ein Team, ein Weg, ein Ziel! Merci <3

wembo 24h Mountainbike Weltmeisterschaft

Im Hinblick auf die Weltmeisterschaft habe ich beschlossen, dass Grand Canyon AL SLX als zweites Racebike fertig zustellen, um ggf. vorübergehend mit einem wettbewerbsfähigen Ersatzrad meine Runde drehen zu können. Dafür war ein neuer Laufradsatz notwendig, der Mavic Crossride wiegt mit Schläuchen jenseits der 1900gr.

Race Laufradsatz für alle Fälle: Novatec/No Tube ZTR Crest MK3 (1540gr)

Offiziell vorstellen werde ich den Laufradsatz demnächst. Den Content-Stau im Coffee & Chainrings Blog müssen wir jetzt langsam in Angriff nehmen. Die stressige Zeit ist jetzt auch so gut wie vorbei.

Neben der Reifenwahl bleibt die Frage der richtigen Übersetzung, außerdem bekommen sowohl das Canyon Lux als auch das Grand Canyon neue Sattelstützen von procraft.

Und sonst so?

Sonst war heute auch einfach mal Zeit für einen externen Kaffee im Café Vreigeist im Rahmen eines beruflichen Termins.

Kaffee im Cafe Vreigeist, Mönchengladbach

Jetzt genieße ich den Abend und morgen gibts mal wieder einen Videocast von mir.

Bis morgen!