In Daniels WM-Tagebuch laden wir täglich dazu ein, Daniel bei seiner Vorbereitung auf die wembo 24h Mountainbike Weltmeisterschaft zu begleiten.

Trainingslager Tag 1. Pünktlich um sechs Uhr war ich wach und bereits bis in die Haarspitzen motiviert. Endlich, endlich geht es los. YEAH! Gleich am ersten Tag stehen zwei Trainings Session an, noch vor dem ersten Kaffee saß ich zum Nüchtern Training auf dem Rad.

Meine Motivation war riesig, das Wetter stürmisch. Wir arrangierten uns, immerhin ist viel Gegenwind besonders gut bei kraftorientientierten G2 Intervallen.

Nach dem ersten Training ist vor dem ersten Kaffee. Gemeinsam mit der vierten Episode von 24 Legacy chillte ich auf der Couch. Urlaub / Trainingslager ist einfach Kopfsache und Abschalten das A und O.

Nach dem Frühstück um 08.30 Uhr kam meine Tochter mit auf die Couch, die ich bis 10.30 Uhr nicht mehr verlassen habe. Vor der zweiten Einheit des Tages servierte ich mir ein zweites Frühstück und dann ging es erneut gegen den Sturm nach draußen. Alles eine Frage der Mentalität.

Der weitere Tag ist schnell erzählt. Recovery Pudding aus Hanfprotein mit Chiasamen mit Himbeeren, Couch, Mittagessen (Mais-Paprika Salat mit Tofu), Couch, Snack (Süßlupinen Crunchy mit frischen Hayani Datteln, Couch, einkaufen, WM-Tagebuch, Abendessen (Rohkostteller), Couch, Snack, Couch, Bett. :D

Aber keine Sorge, während am vormittag der Serienjunkie seiner Lust frönte, gibt es am Abend Literatur zum lesen. Und danach das BVB Pokalspiel, zumindest die erste Halbzeit.

Session 1: KB/G1 mit Extras


KB/G1: 2×30″ SB, 3×5′ G2 kraftorientiert. Gesamtdauer: 70 Minuten, TSS: 45, Leistung: 157 Watt.

Was soll ich groß sagen? Stürmisch, kalt und ungewohnt war es. So ganz nüchtern, unmittelbar nach dem Aufstehen. Aber ich habe mich, auch aufgrund der Vorfreude, damit arrangiert und ein gutes Training absolviert.

Die beiden SB-Sprints tun der Muskulatur nüchtern echt weh, daran werde ich mich gewöhnen müssen. Bereits am Donnerstag werden die auf 4×30″ gesteigert. Die 5′ G2 Intervalle sind dagegen reinste Routine.

Session 2: EB/SB Intervalle


G1/EB/SB/G2: 5×3′ EB-SB-EB (1’/1’/1′), 3×10′ G2. Gesamtdauer: 135 Minuten, TSS: 140, Leistung: 175 Watt.

Die zweite Session war fordernder. Der Wind war noch stärker und bließ mir frech ins Gesicht. Vorteil bei dieser Geschichte, ich muss gar nicht so viel auf den Tacho schauen, denn man tritt automatisch 170+ Watt.

Die fünf 3′ Intervalle fuhr ich am Col d’Körrenzig, die Steigung reichte gerade so. Das fiese an den Intervallen war die Dosierung, also das Pacing. In der zweiten Minute sollte ich pushen, während ich zu Beginn und am Ende der drei Minuten im EB-Bereich Druck ausüben sollte. Die ersten zwei Minuten war jeweils super, in der dritten fiel mir das Racing schwerer und ich nahm zuviel Druck raus und musste ordentlich dagegen steuern. Insgesamt aber richtig stark mit Leistungen konstant über 320 Watt.

Mit Rückenwind nutze ich die G1 Pause, um etwas Kilometer zu machen. Die drei G2 Intervalle gegen den Wind haben dann tatsächlich richtig Spaß gemacht und ich musste aufpassen nicht zu überpacen.

Ein super Start ins Trainingslager!

Und sonst so

Aus dem Platten am Montag auf der Rückfahrt nach Hause habe ich gelernt und trage fortan wieder mein Service Kit bei mir, welches ich seit den 24h München im Sommer einfach gar nicht mehr mitgeführt habe. Selbstsicherheit und so.

Service Set im Trikot: Co2 Kartusche, Pumpe, Schlauch und Minitool. Ein Kettenschloss klebt am Lenker.

Ein Defekt ereilte mir nicht, dafür hielt der Garmin aber nicht und machte zehn Minuten vor dem Ende schlapp. Zum Glück war ich schon in der cool down Phase.

Impressionen vom Tag

Bis morgen!