In Daniels WM-Tagebuch laden wir täglich dazu ein, Daniel bei seiner Vorbereitung auf die wembo 24h Mountainbike Weltmeisterschaft zu begleiten.

19 Tage sind im März um und ich habe bereits über 50 Stunden Training in den Beinen (bei 1250km und 24 Einheiten). Jetzt reicht es aber auch und ich freue mich auf eine entspannte Woche mit einem CP20 Test als Höhepunkt.

Cape Epic, Training, Rad auseinander schrauben und zwischendurch eine Menge essen. So ein Sonntag ist nicht besonders abwechslungsreich :D

Mein Training heute


G1: Freies Training im G1 Bereich, Gesamtdauer: 180 Minuten, TSS: 125, Leistung: 155 Watt (170 Watt).

Freies G1 Training mit ohne Kohlenhydrate. VLaMax gehört ja zu meinem Stärketraiing aber nicht nach dem Pensum, was ich bis heute abgespult habe. Ich habe deutlich die fehlenden Kohlenhydrate in der Muskulatur gemerkt aber das Training ohne Verpflegung (abgesehen von Wasser) durchgezogen.

Gestern war das Wetter schon eine Katastrophe, was soll ich denn dann zu heute schreiben? Oder anders: Obwohl ich gestern schon dem schlechten Wetter getrotzt habe, stellte sich heute gar nicht die Frage, wo ich trainieren werde.

Und so haderte ich die ersten beiden Stunden gegen den Wind auch wenig, konnte ich mit wenig Aufwand doch meine Leistungsbereiche gut einhalten. In der dritten Stunde kippte das Blatt etwas. Zuerst zu meinen Gunsten mit guten Werten an den kleinen Hügelchen bei meinem Spielplatz in Wassenberg, dann aufgrund des flotten Rückenwinds gegen mich. Denn bei Tempo 40kmh war es Ende mit Z2-Training, denn ich kam einfach nicht mehr so hoch! Nicht weil ich nicht wollte, sondern weil 32/11 einfach zu klein ist.

Ich hadere dann ja doch, wenn ich will aber nicht kann. Insgesamt waren die Beine aber auch schwer wie Blei und nutzten die Gunst der Stunde um sich auszuruhen. Dafür habe ich dann kurz vor dem Ende des Trainings zur All-In Attacke geblasen und mit 563 Watt nur knapp um eine Sekunde den KOM auf der Welle nach Erkelenz verpasst – mit dem Mountainbike. Auf einem Rennrad Segment.

In Wassenberg habe ich nach zwei Stunden etwas meine Trails unsicher gemacht und meine neu erlernten Abfahrtstechniken geübt – PR in meinem Lieblingsdownhill. Sehr gut.

wembo 24h Mountainbike Weltmeisterschaft Finale Ligure

Vielleicht muss ich drei Monate vor dem 24h Rennen noch umdenken und eventuell doch auf ein 34er ovalBlack Kettenblatt umrüsten und in der Nacht dann auf das 32er wechseln.

Mit Rückenwind und leichtem Gefälle ist es sonst schwer den Anschluß in der Ebene zu halten. Hier muss ich dringend eine Entscheidung treffen, bestenfalls mit Ansgar Ende nächster Woche.

Es bleibt abzuwarten, ob ich mit 34/46 am Berg trotzdem zu Recht komme, denn wichtiger als ein gutes Tempo in der Ebene ist die Bergübersetzung, damit ich nicht über meine Schwellenleistung pacen muss und trotzdem einen hohen Tritt fahren kann.

Und sonst so?

Ansonsten widmete ich mich heute einem fast vergessenen Fahrrad. Mein Cannondale Flash 29 ist seit Gulbergen24-uurs in Rente und steht zum Verkauf. Für das Rahmen Gabel Setup habe ich jetzt einen Interessenten, so dass ich heute das Rad endgültig auseinander gebaut habe. Das tat mir schon im Herzen weh, denn mit BIKE Four Peaks, BIKE Transalp und dem 5. Platz beim 24h Race München haben wir viele tolle Kilometer miteinander verbracht.

Aber jetzt gehts mit Luxury zur WM!

Bis morgen!