In Daniels WM-Tagebuch laden wir täglich dazu ein, Daniel bei seiner Vorbereitung auf die wembo 24h Mountainbike Weltmeisterschaft zu begleiten.

Gestern musste alles schnell gehen, damit ich pünktlich zur Arbeit komme. Heute musste alles in ein enges Korsett gequetscht werden. Derzeit bewege ich mich am Limit meines zeitlichen Budgets, gerne könnten die Tage 25, 26 Stunden haben.

Um 12:15 Uhr war ich von der Arbeit zurück, um 14.05 Uhr saß ich bereits auf dem Rad. Dazwischen etwas ausruhen, Kaffee und Mittagessen. Weil meine Frau das Auto benötigt hat, endete das Training zwei Stunden später am Parkplatz. Um 16:30 Uhr war ich zu Hause und hatte wieder nur 50min bis zum nächsten Termin: Physiotherapie. Mein Becken sitzt! Jarmo war zufrieden, quälte danach eine halbe Stunde meine Oberschenkel.

Während ich anschließend zum kurz vor sechs zum Auto spurtete, naja, was ein Radsportler weben spurten nennt, einkaufen und Frau mit Kind abholen in 27min. Got it!

Nein es ist gefühlt nicht so anstrengend, wie man es jetzt liest. Aber mehr geht nicht und ohne das große Verständnis der Familie wäre das auch nicht so durchführbar. <3

Mein Training heute


G1-G2-K1: 3×15′ G2 kraftorientiert, 7×10-15″ K1, Gesamtdauer: 120 Minuten, TSS: 100, Leistung: 181 Watt (201 NP).

Für mich stellte sich heute wieder mal die Wetter Frage gar nicht. Ansgar hat es treffend auf Twitter formuliert, während ich noch Kaffee trinkend ruhte.

Auf dem Rad fühlte ich mich dann blendend und hämmerte zwei persönliche Rekorde in den Asphalt und erreiche langsam den Wohlfühlmodus in den neuen Leistungszonen. Der extrem starke Gegenwind störte mich nicht, der Rückenwind sorgte für ein fettes Grinsen als auch in der 5′ Erholungsphase zwischen dem zweiten und dritten Intervall mit nem 37er Schnitt bei 160 Watt über den Asphalt flog.

Die Einheit war gut (konstant hohe Leistung im G2 Bereich, gutes Pacing dazwischen), hinten raus durch die vielen K1 Sprints etwas unrund im Gefühl aber alle 2′ quasi anzuhalten, um dann mit 53/11 für 15 Sekunden voll anzutreten ist auch wieder so eine Herausforderung.

Und sonst so?

Und sonst könnte ich gerade die ganze Welt umarmen. Ich bin so zufrieden mit der Entwicklung, slo positiv gestimmt und so zuversichtlich für Finale Ligure, dass das langsam entweder Zeit für einen Dämpfer oder Zeit zum Panik kriegen ist :)

Im Hintergrund tut sich gerade auch noch was gewaltiges, was weiter pusht und mich zusätzlich erfreut. Geduld, liebe Tagebuch Leser. Ihr erfahrt es als erstes! Aber nicht heute! Nicht morgen! :-)

Heute bleibe ich auf der Couch. Morgen habe ich arbeitsfrei und es warten drei Stunden Training mit einer ganz engen Vorgabe für jede halbe Stunde dieser Einheit. Ich freu mich drauf!

Bis morgen!