Heute stelle ich Euch mit ein paar Bildern unser Trainingsgebiet für Bergintervalle, die Sophienhöhe, vor. Auch wenn die Umstände der Entstehung der künstlichen Erhebung zu Diskussionen einladen, nehmen wir diese Trainingsgelegenheit gerne an. Die Diskussion darüber kann und soll an anderer Stelle geführt werden.

Die Daten der Sophienhöhe

Die Sophienhöhe ist ein künstlich aufgeschütteter Hügel, der aus Abraummaterial des auf der anderen Seite der obigen Ansicht liegenden Braunkohletagebau Hambach entstanden ist. Der momentan höchste Punkt ist mit 301m über NHN der Steinstraßer Wall, auf dem sich ein Aussichtsturm befindet. Die Höhe vom Fuß der Sophienhöhe bis zum Steinstraßer Wall beträgt ca. 218m. Die Fläche der Erhebung beträgt ca 13km² und wächst ständig. Das gesamte Gebiet wird rekultiviert, das bedeutet es werden Wälder, Wiesen, Seen, Teiche und Wege angelegt.

Wie in dieser Relive-Animation ansatzweise zu sehen, ist die Sophienhöhe überzogen mit Wegen, die Trainingsmöglichkeiten auf Rampen mit unterschiedlichen Steigungen bieten. Die Wege sind größtenteils breite Schotter- und Sandwege, es gibt eine Handvoll einfacher Trails. Da die Sophienhöhe aus dem rheinischen Flachland gut zu erreichen ist und die Eifel noch ca 30km weiter entfernt ist, tummeln sich hier viele Mountainbiker aus der Umgebung.

Die rekultivierte Nordseite

Die Nordseite der Sophienhöhe ist komplett rekultiviert. Hier sind in den vegangen Jahren Wälder entstanden, meist sind es verschiedene Parzellen, auf denen Nadelbäume oder Laubbäume gepflanzt wurden. Auf dieser Seite befinden sich auch die Rampen zum trainieren. Auf den Bildern kommen die Steigungen leider nicht zur Geltung.

Weiter oben findet man große Freiflächen mit Gras und Steinhaufen um eine größtmögliche Artenvielfalt von Tieren und Pflanzen zu erreichen. Im Hintergrund des unteren Bildes sieht man das Kraftwerk Weißweiler das von dem kleineren Tagebau Inden versorgt wird.

Der höchste Punkt ist, wie Eingangs erwähnt der Steinstraßer Wall, auf dem der Aussichtturm „Römerturm“ steht. An Tagen mit guter Fernsicht kann man gut die Ausläufer der Eifel sehen und auf der anderen Seite reicht der Blick bis nach Köln und auch das Siebengebirge ist zu erkennen. Auf den folgenden Fotos sieht man, wie ich eines der steilsten Stücke der Sophienhöhe befahre, die Zufahrt zum Römerturm. Das Stück ist kurz aber fordernd.

 

Die Südseite

Die Südseite ist teilweise rekultiviert und teilweise wird die Erweiterung voran getrieben. Auf den Bildern sieht man die rekultivierte Südseite und einen Teil der noch in Arbeit befindlichen Fläche. Gut zu erkennen sind die Wege die dieses Gebiet schon durchziehen.

 

Von der Südseite aus erblickt man in der Ferne die Kraftwerke Frimmersdorf und Neurath, die vom Tagebau Garzweiler versorgt werden.

 

Die Flächen, die frisch aufgeschüttet sind erinnern teilweise an Mondlandschaften. Da der Abraum aus verschiedenen Erdschichten entnommen wird, ist auch das verfüllte Material unterschiedlich. Mal ist es dunkle Erde, mal ist es, wie auf folgenden Fotos zu sehen heller, grauer Kies und Sand.

 

Hier liegen im übrigen fossile und alternative Energiegewinnung dicht bei einander, gleich neben dem Tagebau steht ein Windpark.

 

An diesem Tag war es sehr diesig und man konnte den Tagebau Hambach nur erahnen, das hängt auch damit zusammen, dass es ein riesiges Loch mit einer riesigen Fläche ist. 2007 betrug die Fläche 33km² und mit 267m unter NHN ist er die tiefste künstliche Senke NRWs. Alternativ habe ich ein paar Fotos vom Tagebau Garzweiler gemacht:

Ich hoffe ich konnte Euch unser Trainingsgebiet etwas näher bringen. Zum Schluß biete ich Euch noch einen Link zur WDR-Mediathek an, in dem Beitrag „Das große Loch“ werden verschiedene Aspekte des Braunkohletagebaus beleuchtet.