In Daniels WM-Tagebuch laden wir täglich dazu ein, Daniel bei seiner Vorbereitung auf die wembo 24h Mountainbike Weltmeisterschaft zu begleiten.

Der letzte Tag im Trainingslager wie bereits angekündigt neben dem Kellerwald Bike Marathon der härteste Tag. Lang und intensiv, sechs Stunden mit 90 Minuten G2-EB Intervallen waren gefordert, 6:45h sind es geworden. Ein epischer Ride zum höchsten Punkt Belgiens und zahlreichen weiteren Highlights.

Obwohl das Wetter alles andere als mitspielte, setzte ich mich gegen Wind und Regen durch und zog das Training durch.

Jetzt geht es gleich zur Physiotherapie und der Rest des Tages ist dann frei.

Mein Training heute


G1-G2-EB: 1. Stunde locker, 2. Stunde 20′ G2, 3. Stunde 30′ G2, 4. Stunde 40′ G2-EB, Rest G1 Gesamtdauer: 6:45h, TSS: 300, Leistung: 170 Watt (NP 190).

Ein epischer Ride! Obwohl die ganze Zeit der fiese Wind von gestern mein stetiger Begleiter war, war ich heute fokussiert und mit einem hartnäckigen Willen ausgestattet die sechs Stunden Training umzusetzen und gegen die äußerlichen Umstände das Tagesziel Signal de Botrange zu erreichen.

Die Route von Strava war nicht so schlecht gewählt, denn über Geilenkirchen ging es nach Heerlen (NL) und dann hügelig über Kerkrade entlang des Dreiländerecks nach Kelmis (BE) und weiter nach Eupen. Die ersten beiden G2 Intervalle absolvierte ich auf den Weg nach Eupen im hügeligen aber sehr welligen Terrain um Aachen.

Hinauf zur Baraque Michel und weiter zum Signal de Botrange (14km, 450hm) ging es dann in das dritte Intervall über 40′ mit Schwellenleistung über die letzten 10 Minuten. Klappte gut und nach 41min habe ich den höchsten Punkt Belgiens erreicht.

Zurück ging es entlang der Vennbahn durch die Eifel bis kurz vor Zweifall, dann meine übliche Strecke durch Vicht, Hausen und Co. nach Aldenhoven und nach Hause. Die letzten 3,5h haben ich dann, trotz der vielen Abfahrten, mit 150 Watt im Schnitt abgespult und konnte auch am Ende noch die Anstiege mit 230-240 Watt hochtreten.

Besonders schön war der geschotterte Abschnitt der Vennbahn hinter Monschau, wo Strade Bianchi Feeling aufkam.

Im Gegensatz zum Kellerwald Marathon hatte ich das Gefühl, dass ich heute viel besser auf die zugeführten Kohlenhydrate reagiert habe und entsprechend auch bis zum Ende ausreichend Energie hatte.

Der letzte Tag im Trainingslager endete jedenfalls episch mit einem perfekten 6:45h Training!

wembo 24h Mountainbike Weltmeisterschaft

Das zweite Trainingslager ist abgeschlossen. Sieben Tage, sieben Einheiten (inkl. einem Rennen) mit 25 Stunden Training und etwas über 500km.

Und sonst so?

Was bleibt vom Tag übrig, wenn man um 8:15 Uhr zum Bürotag aufbricht? Essen, Physiotherapie, Essen, Couch. Und morgen ruft die Arbeit wieder.

Bis morgen!