In Daniels WM-Tagebuch laden wir täglich dazu ein, Daniel bei seiner Vorbereitung auf die wembo 24h Mountainbike Weltmeisterschaft zu begleiten.

Vor dem Kellerwald Bike Marathon am Sonntag fand heute das letzte ernstzunehmende Training statt. 30″ SB-Sprints zu Beginn und am Ende, dazwischen 2×15′ K3 sowie die Überprüfung meines Faherwerksetups in und um Wassenberg.

Das ganze wieder einmal kurze Zeit nach der Rückkehr von einer 25 Stunden Schicht auf der Arbeit; Kurz durchatmen, Kaffee, Mittagessen und dann ging es auch schon wieder aufs Rad. Mittlerweile komme ich damit wesentlich besser klar, als noch vor Wochen. Trotzdem muss ich mich immer ran halten, um nicht in ein „After work“ Loch zu fallen.

Mein Training heute


G1-K3-SB: 6×30″ SB, 2×15′ K3, Gesamtdauer: 2:40h, TSS: 135, Leistung: 170 Watt (193 NP).

Etwas schlecht gelaunt ging es heute los. Mein Sattel wollte nicht wie ich es wollte, nachdem Ansgar diesen versehentlich am Montag verstellte. Nach vier oder fünf Stopps zum Nachjustieren war es dann auch ok. Aber irgendwie lief es nicht rund, also das Sitzgefühl. Beine und Leistung waren voll gut.

Nach 45min traf ich Ansgar, also nach den ersten SB-Intervallen und vor der Kraftausdauer Action. Die SB-Sprints waren ok, u.a. mit einem PR an der Autobahnbrücke Hetzerath, obwohl ich nur die Hälfte der Strecke SB gefahren bin. (460, 470, 440 Watt im Schnitt)

Mit Ansgar ging es durch den Wassenberg Wald über den Schwanderberg in allen Variationen und ohne es drauf anzulegen mit einem PR. Es läuft also fast von alleine gerade.

Zum Kraftausdauer Block im Folgenden Trainingsabschnitt hat mir Ansgar ein Riesen Kompliment gemacht.

Das erste Intervall fluppte aufgrund der Strecke besser, der flow war da und es lief richtig gut. 254 Watt / 154bpm. Das zweite Intervall war schneller mit über 30kmh auf dem Mountainbike, aber mit nur 240 Watt / 150bpm etwas schwächer. Mit weniger Anstrengung gefahren, also insgesamt nicht schlechter als das erste Intervall.

Auch ihm letzten Training vor dem Kellerwald Bike Marathon stimmt die Form. Das unrunde Sitzvergnügen sorgt mich, allerdings werde ich mir am Freitag das notwendige Selbstvertrauen zurückholen, denn am Ende saß ich auf dem Rad bereits heute wieder richtig gut.

Das Fahrwerk läuft sauber und sehr zu meiner Zufriedenheit, kein lästiges Aufschaukeln mehr oder ruckartige Schläge. Jetzt müssen wir nur noch in der Medium Stufe des Lockouts eine gute Stufe finden.

Daniels WM-Tagebuch

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wembo 24h Mountainbike Weltmeisterschaft

Das Team ist komplett. Ohne alles vorweg zunehmen. Ich werde mit einem Team aus 6 Personen anreisen, die mich während des Rennens bestmöglich und mit vollem Enthusiasmus unterstützen werden. In Anbetracht der Schwierigkeit des Rennens wird das auch notwendig.

Fraglich ist für ich die Rennsituation am Sonntag. Möchte ich eine Form testen und im Mittelstrecken Marathon über 80km alles raushauen mit dem Ziel einer Zeit um vier Stunden? Oder ziehe ich zum Saisonbeginn direkt die all-in Karte und fahre drei Runden auf dem 40km Kurs in Nordhessen und gebe mir mit einem 7 Stunden direkt die 24-Stunden Vorbereitungskarte?

Schaue ich mir die letzten Trainings an, dann wird das Rennen ab vier-fünf Stunden für mich deutlich härter werden. Zumindest hatte ich hier zuletzt immer etwas Leistung verloren, andererseits kam bei der Abschlusseinheit im Trainingslager Mitte März gerade nach fünf Stunden noch einmal ein Leistungspeak.

Die Tendenz geht zu Ummelden und mit 120km direkt auf Langstrecken Kurs zu fahren, auch wenn die dritte Runde dann wohl sehr großes Leiden bedeutet. Andererseits könnte ich auch in der ersten Runde durch gutes Racing Kräfte sparen und gucken, was hinten raus möglich ist. Lukas gibt mir beide Optionen, sowohl Mittel- als auch Langstrecke.

Und sonst so?

Ich möchte heute mal #mimimimi sagen. Thorsten hat mir am Montag beim Athletik Training dermaßen den Bauch zerschossen, dass der Rumpf noch heute bei sämtlichen Drehbewegungen wehtut. Als hätte nich einen Riesen blauen Fleck am Bauch, nur von innen. Aber ich wollte es ja so.

Bis morgen!