In Daniels WM-Tagebuch laden wir täglich dazu ein, Daniel bei seiner Vorbereitung auf die wembo 24h Mountainbike Weltmeisterschaft zu begleiten.

Ein langer Tag neigt sich dem Ende entgegen. Frühstück, Vorbelastung, Recoveryshake, eine dusche und Babyzeit und mit einem gemeinsamen Mittagessen verabschiedete ich mich von der Family gen Gilserberg.

Viel Zeit im Auto, alleine im Hotel. Wohl dem, der an alles denkt und sogar das Salz für den Salat dabei hat.

Die Aufregung ist heute schon etwas größer als gewöhnlich vor dem Saisonstart. Was wohl auch an den besonderen Umständen des WM-Jahrs liegt.

Endlich die erste Startnummer am Canyon Lux ;D

Mein Training heute


G1-EB-K1: 3×3′ EB, 2×10″ K1, Gesamtdauer: 90 Minuten, TSS: 75, Leistung: 177 Watt (198 NP).

Das war die erste Vorbelastung der Saison. Weil schon alles verpackt war, nahm ich den Renner. Und der Renner wollte gut laufen.

Die drei Mal drei Minuten Belastung haben gut getan, ich fühlte mich gut und ich wollte mehr. Das ich dabei nicht den KOM an meinen Haushügel in Baal geholt habe, lag schlichtweg an der roten Ampel. Von 0 in den Berg oder mit 50kmh bleibt dann eben doch ein zu gewaltiger Unterschied, verbesserte Leistung hin oder her.

Glück im Unglück hatte ich heute an anderer Stelle, als sich ein Kind (7-8 Jahre) auf der Straße in Schlangenlinien vor mir in mein Rad schmiss. Zum Glück hatte ich beim Aufprall bereits eine Vollbremsung vollzogen, so dass außer dem Schrecken nichts passiert ist. Allerdings nicht auszumalen was passiert wäre, wenn ich als Autofahrer in der gleichen Situation gewesen wäre…

wembo 24h Mountainbike Weltmeisterschaft

Morgen wird es auch für die Weltmeisterschaft ernst. Denn die Langstrecke beim Kellerwald Marathon ist in vielerlei Hinsicht richtungsweisend. Zum einen wird sich zeigen, ob meine Pacing Strategie aufgeht, zum anderen teste ich auch die überarbeitete Ernährungsstrategie nach ausführlicher und kompetenter Beratung von Sponser Sportfood.

Nicht zuletzt wird das Material einer ersten Bewährungsprobe unterzogen und mental sind 120 Rennkilometer natürlich auch nicht zu unterschätzen.

Das Erlebnis steht also vor dem Ergebnis. Ein vielleicht besseres Ergebnis auf der 80km wird dem Saisonziel 24 Stunden Weltmeisterschaft untergeordnet und auf der Langstrecke gekämpft. Wichtig ist unmittelbar und stetig das Ernährungskonzept und Racing einzuhalten.

Und sonst so?

Das Hotel in Kirchhain wollte mich nicht wirklich. Kurzentschlossen stornierte ich meine Booking.com Buchung im Kirchhainer Hof und buchte ein Zimmer im Haus Weber in Amöneburg.

Amöneburg ist eine Anhöhe neben Kirchhain und die Höhenluft wird mir heute Nacht bestimmt gut tun. Ansonsten habe ich heute den Nachmittag genossen, Startunterlagen abgeholt und mit Marc einen Kaffee getrunken.

Jetzt warte ich noch auf meine zweites Abendbrot, statt Himbeeren mit Proteine gibt es ein Carbo-Porridge aus Quinoa mit Banane.

Bis morgen mit einem garantiert sehr kurzen Beitrag :D