In Daniels WM-Tagebuch laden wir täglich dazu ein, Daniel bei seiner Vorbereitung auf die wembo 24h Mountainbike Weltmeisterschaft zu begleiten.

Der letzte Tag im Trainingslager und die Müdigkeit war nicht mehr weg zu diskutieren. Insbesondere wenn ich nicht entspannt einschlafen kann, spricht das für eine (zu) hohe Trainingsbelastung. Gewollt war sie, einmal mehr noch.

Bevor es dann ins Training ging, bin ich langsam in den Tag gestartet. Leider ist mein Artikel über die perfekte MTB Übersetzung nicht fertig geworden. Morgen früh!

Mein Training heute


G1-G2: 5×15′ G2, Gesamtdauer: 350 Minuten, TSS: 250, Leistung: 161 Watt (175 Watt NP).

Ich hatte schon bedenken, dass das Training ähnlich zerfahren wird, wie das Ende von gestern. Aber es kam anders.

Angesagt waren 300-360min VLaMax Training. Also kein tolles Sonntagsfrühstück, sondern Soja Jogurt, Tofu und Avocado und los. Die ersten 2,5 Stunden mit zwei der fünf 15′ G2 Intervalle sollte ich ohne Energie Zufuhr fahren. Mit 217 und 233 Watt waren die Intervalle ok. Wichtiger als die Intervalle im hohen G2 Bereich war die Einheit an und für sich lang zu gestalten.

Die ersten 65km liefen prima mit knapp 31kmh im Schnitt. Nach dem zweiten Intervall hinauf beim Nationalpark de Meinweg war der Akku aber leer und noch 30′ ohne Zufuhr auf der Uhr.

Irgendwie schleppte ich mich dann durch Roermond und dann weiter Richtung Venlo, der Wind war fies und die Kraft weg. Als ich dann nach 2,5 Stunden endlich Kohlenhydrate zuführen konnte (direkt 100 Gramm) konnte ich wieder etwas besser fahren.

Aber ich war jetzt richtgig müde. Bis Baarlo lief es dann trotzdem mit Wind im Rücken gut, allerdings war dann ja noch der Rückweg… knapp 25km ging es entlang der Maas mit kräftigen Gegenwind. Die Hölle kann ich euch sagen und musste ordentlich leiden.

Zurück in Roermond musste ich dann erstmal mit einer Cola gegen den Hungerast angehen und Wasser auffüllen.

Danach ging es dann wieder halbwegs gut und ein ähnlicher Effekt stellte sich ein, wie vor langer Zeit mit Ansgar auf unserer Trainingsfahrt um Valkenburg, als ich ebenfalls in der sechsten Stunde wieder meine Leistung stabilisieren konnte.

Die letzten 30km zurück nach Hause habe ich dann in unter einer Stunde gefahren und das letzte Training der WM Vorbereitung damit erfolgreich beendet. Die 170km in 5:45h habe heute zwar nochmal alles von mir abverlangt aber ich wollte es auch so!

Zum Abschluss eines prima Trainingslagers ließ sich die beste Frau der Welt nicht lumpen und versorgte mich mit einem Minikuchen. <3

READY FOR FINALE!

wembo 24h Mountainbike Weltmeisterschaft

25 Stunden Training in dieser Woche (620km) bzw. 33 Stunden in den 10 Tagen Trainingslager mit 850km und einer Vielzahl von intensiven Intervallen sind vorbei. Die Vorbereitung damit abgeschlossen, jetzt heißt es Tapering.

900km und 375 Stunden liegen seit Oktober hinter mir. Eine Menge Holz, die für eine optimale WM Vorbereitung aber notwendig waren…

Und sonst so?

Couch habe ich mir verdient oder? Und Essen auch oder?

Mehr geht heute auch nicht mehr.