In Daniels WM-Tagebuch laden wir täglich dazu ein, Daniel bei seiner Vorbereitung auf die wembo 24h Mountainbike Weltmeisterschaft zu begleiten.

Es war das erwartet schwere Training. Lang und intensiv, wie auf dem Papier vermutet, forderte das Training viel von mir. Bei bestem Wetter war einzig der extreme Seitenwind ein Manko, der sich zum Ende hin als wirklich zäh erwies.

Bevor ich gegen 10:30 Uhr zur vorletzte Trainingslager Einheit aufgebrochen bin, habe ich den Morgen in Ruhe genossen. Ich habe das Lupine Lampensetup fertiggestellt, was nicht so funktioniert wie erwartet. Aber die gefundene Lösung ist ok.

Außerdem gab es ein schönes Familienfrühstück und Dreisamkeit, bevor ich dann zum langen Bürotag aufbrach.

Mein Training heute


G1-K1-EB-G2: 5×15″ K1 Sprints, 2×10′ EB, 2×10′ G2, Gesamtdauer: 240 Minuten, TSS: 180, Leistung: 161 Watt (191 Watt NP).

Top motiviert ging es mit dem Rad zum vierten Mal im Trainingslager und zum dritten Mal in dieser Woche zur Sophienhöhe. Auf den 22km bis zum „lopende klim“, meinem favorisierten Anstieg an der Sophienhöhe, absolvierte ich fünf K1 Sprints.

K1 Sprints im dicken Gang über 15 Sekunden mit 5′ G1 Pause dazwischen. Also nach 4:30min langsam den dicksten Gang anschalten, dann Tempo rausnehmen und bei 5′ die Garmin Laptaste drücken und treten, feste treten und halten. Knapp 600 Watt Leistungsschnitt hole ich aus den Sprints, die in den ersten 5 Sekunden sehr unangenehm zu fahren sind.

An der Sophienhöhe angekommen ging es dann zwei Mal im EB-Tempo bei 287 und 285 Watt sehr konstant nach oben, wobei ich die Müdigkeit in den Beinen während der Intervalle schon spürte. Aber manchmal muss man beißen, immerhin bin ich im Finale der Vorbereitung.

Nach den EB-Intervallen hielt ich das Tempo hoch und nahm noch einen kleinen Anstieg mit, ehe ich wieder am lopenden klim in die G2 Belastung ging. Mit 230 und 239 Watt genau im Zielbereich, allerdings fühlte sich das in den Beinen ganz anders und viel unbequemer an.

Mit zwei extra Runden über Katzem und über den Lövenich klim, um auf die geforderten vier Stunden Training zu kommen. Did it, allerdings heute dann auf dem Zahnfleisch.

Am Ende war es für die Beine auch eine Herausforderung meine G1 Leistung zu treten, insbesondere weil durch die Windböen von der Seite immer wieder Tempoverschärfungen notwendig waren.

Morgen nochmal lang (ohne Intensitäten) und dann ist die Vorbereitung für Finale abgeschlossen. Das Tapering ist bereits fertig geplant und wird neue Herausforderungen mit sich bringen.

Rapsody Paradise

Bei Katzem genoss ich heute zum Trainingsabschluss das Rapsody Paradise und habe es direkt für die Nachwelt festgehalten.

wembo 24h Mountainbike Weltmeisterschaft

Nach wie vor ist die Reifenfrage für Finale Ligure offen. Ich schwanke zwischen den mir bekannten Schwalbe Rocket Ron, Maxxis Ikon und neu im Rennen Specialized Renegade in 2,25 bzw. letzterer in 2,3 Zoll Breite.

Die Tendenz geht zum Rocket Ron, der mir am besten rollt. Aber die Ikon war bisher auch nicht so schlecht. Geschwärmt wird gerade insbesondere vom neuen Specialized Renegade. Was sagt ihr?

Und sonst so?

Nach dem Training ist Kaffeezeit. Gemeinsam mit einem halben Kilo Hayani Datteln wurde die Regeneration mit einem leckeren, neuen Coffee Circle NASA WE’SX. Yummi.

Den Tag lasse ich auf der Couch und in der Badewanne ausklingen, immerhin muss ich dann morgen nochmal sechs Stunden im Büro ausharren, dafür gibt es Neuland mit einer schönen Runde entlang der deutsch-niederländischen Grenze und den Süchtelner Höhen auf dem Rückweg.

Bis morgen!