In Daniels WM-Tagebuch laden wir täglich dazu ein, Daniel bei seiner Vorbereitung auf die wembo 24h Mountainbike Weltmeisterschaft zu begleiten.

Heute erforderte die WM-Vorbereitung ihr größtmögliches Opfer, denn K3-Bergintervalle vor dem Nachtbereitschaftsdienst erfordern große Abstriche im Privatleben.

Aufstehen, Zähne putzen, Kaffee und Hirse kochen, Auto packen, Sachen für die Arbeit packen, Kaffee trinken (um 06:45 Uhr), Frühstück um 07:15 Uhr und kurz das nicht mehr ganz so kleine Baby bekuscheln, ehe ich um 07:35 Uhr im Auto saß.

Probleme, die nicht nur ich sondern auch Team Manager Ansgar hatte. Der bereits zu diesem Zeitpunkt an der Sophienhöhe wartete. :D

Pünktlich um 08:05 Uhr starteten wir mein Trainingsprogramm, kurze Zeit für Smalltalk beim Warm Up, ehe wir dann vier Mal die Gespräche über einen längeren Zeitraum einstellten.

Danach Ratzfatz zum Auto, den Carbo- und Recoveryshake gab es während der Fahrt. Und auf ging zur Arbeit.

Mein Training heute


G1-K3: 4×8′ K3, Gesamtdauer: 120 Minuten, TSS: 120, Leistung: 175 Watt (NP 220).

Qualität vor Quantität lautet das Motto eines Teils im Trainingslager III. Bedeutet, die Länge der Einheit spielt eine untergeordnete Rolle. Umso wichtiger ist die qualitativ hochwertige Ausführung der Intervalle.

Heute begann das dritte Trainingslager mit einer K3-Belastung. Endlich wieder Radfahren, habe ich gedacht. Nach einer bisher (abgesehen von Marathon und Leistungstest) extrem radsportarmen Woche.

Mein Ziel in dieser Einheit waren vier steigende K3-Intervalle, gehofft habe ich darauf im letzten Intervall noch einmal 290 Watt aufs Pedal zu bringen.

Und es ging noch besser als ich dachte. Ich fühlte mich perfekt, die neue Lockerheit und Selbstvertrauen setzen Energien frei. Mit 281 Watt im ersten Intervall war ich schon recht hoch gepaced und hatte kurzzeitig Bedenken, die Leistung weitere drei Mal zu reproduzieren. Mit 291/296 Watt ging das im zweiten und dritten Intervall super und im vierten legte ich es dann darauf an, um die letzten acht Minuten mit 300+ Watt abzuschließen. Did it!

4×8′ K3 Intervalle am Berg. (Screenshot: Golden Cheetah)

Und das Allerwichtigste es hat Spaß gemacht. Der Start ins Trainingslager ist geglückt, jetzt heißt es bis kommenden Sonntag ordentlich durchziehen! Die Weltmeisterschaft ist verdammt nah gerückt.

Und sonst so?

Nur noch Arbeit. Zum Glück habe ich ab morgen Urlaub, so dass das gesteigerte Trainingsvolumen durch die wegfallende Arbeitsbelastung sich nicht weiter auf das Familienleben auswirkt. Einen Tag der Entbehrung ist dann gut zu ertragen.

Bis morgen!