Endlich hat auch das Flag-Schiff der Garmin Multisportuhren, die Garmin fenix 5, unser Testcenter erreicht. Da ich seit ein paar Wochen Multisport betreibe, neben Radfahren auch Schwimmen und Laufen, besitze ich eine Garmin fenix 3 HR und habe diese schätzen gelernt. Klar, dass ich die neue Garmin fenix 5 als Performer-Bundle, also inklusiv Triathlon-Brustgurt, testen muss!

Mit der Garmin fenix 3 besitze ich eine Multisportuhr, die sehr ausgereift ist und ohne Probleme funktioniert. Sie bietet multifunktionale Ausstattung und ich war gespannt, was die Garmin fenix 5 an Mehrwert bietet und besser kann. Und ich musste feststellen, dass die Verbesserungen schon kurz nach dem Einschalten klar wurden. Die Garmin fenix 5 bekommt schon nach 2 Tagen Nutzungszeit viele Vorschußlorbeeren von mir. Ich teste die „normale“ Version der fenix 5 ohne S und ohne X.

Unboxing

Die Garmin Fenix 5 wird in gewohnt hochwertiger und gefälliger Verpackung geliefert. Das Auspacken fällt leichter als bei der fenix 3, das Lösen der Uhr aus dem Karton war bei der fenix 3 etwas fummelig. Nicht so bei der Garmin fenix 5, perfekt eingepackt!

In der Verpackung befindet sich die Uhr, das Ladekabel, der Triathlon-Herzfrequenz-Gurt, eine Pulsgurtverlängerung und eine Kurzanleitung.

Die Haptik der Garmin fenix 5

Die Garmin fenix 5 sieht Klasse aus und fühlt sich toll an. Ich teste die graue Version, diese gefällt mir persönlich ein wenig besser als die silberne Version der fenix 3 HR, da die Uhr dadurch etwas dezenter wirkt. Das Armband ist bei der Garmin fenix 5 4mm schmaler und ist mit Quickfit Verschluß ausgestattet, zum einfachen tauschen gegen andersfarbige Armbänder, für die allerdings 49€ fällig werden. Die Oberfläche des Garmin fenix 5 Armbandes ist leicht geriffelt. Schöne Details sind die doppelte Armbandschlaufen und das Garmindreieck auf dem Verschluß.

Auf dem Bild seht Ihr den Größenvergleich zwischen fenix 2 (oben), fenix 3 HR (mitte) und fenix 5 (unten).

Das Gehäuse im Detail

Als erstes fällt die etwas dezentere Lünette der Garmin fenix 5 auf und dass die Tasten nicht ganz so weit vorstehen. Im Größenvergleich zur fenix 3 HR ist das Gehäuse der Garmin fenix 5 4,5mm kleiner im Durchmesser und 2mm flacher. Auch das kommt mir persönlich entgegen, da ich sehr dünne Arme habe. Trotz des geringeren Durchmessers der Garmin fenix 5, ändert sich im Vergleich zur fenix 3 HR nichts an der Displaygröße. Diese bleibt bei 30,4mm allerdings mit einer besseren Auflösung von 240×240 Pixeln. Die 5er wiegt 84g und die 3er 86g.

An dem Gehäuse gefällt mir besonders, dass der Herzfrequenzsensor nicht mehr leicht erhöht ist sondern sich fast genau in die Wölbung der Gehäuserückseite einpasst. Dadurch ergibt sich auch zum größten Teil die geringere Bauhöhe. Schon kurz nach dem ersten Anlegen konnte ich den Unterschied deutlich im Tragekomfort spüren, die Uhr fühlt sich sehr viel besser am Handgelenk an.

Die Gehäuserückseite besteht bei der Garmin fenix 5 aus Edelstahl. Der Anschluß des Stromversorgungs/Datenkabels hat sich wieder einmal geändert. Die Reduzierung auf eine Anschlußvariante für diesen Stecker bei allen Marken z.B. auf Micro-USB hat sich noch nicht durchgesetzt, ist also kein Garmin-Problem. Allerdings gefiel mir die „Käfigbefestigung“ des Ladeadapters bei der fenix 3 HR sehr viel besser als der Stecker bei der Garmin fenix 5. Stabil ist diese Steckverbindung aber auf jeden Fall.

Start mit Aha-Effekt

War ich schon vom Äußeren der Garmin fenix 5 begeistert, wurde ich nach der ersten Inbetriebnahme wieder angenehm überrascht. Grundsätzlich hatte ich mich schon drauf eingestellt, dass ich wieder nach meinen physikalischen Werten gefragt werde.

Um so erstaunter war ich, als die Uhr mich nach dem auswählen der Sprache direkt aufforderte, sie doch mit der Garmin Connect App zu verbinden. Gesagt getan, die Verbindung klappte problemlos und nach der ersten Syncronisation war die Garmin fenix 5 schon einsatzbereit.

Meine physikalischen Werte wie Größe, Alter etc. waren aus der App übernommen worden. Es wurde sogar das aktuelle Tagesgewicht, gemessen mit meiner Withings-Waage übernommen. Und um dem ganzen noch die Krone aufzusetzen, wurden meine Tagesschritte, die ich bisher mit der fenix 3 HR gegangen war, auf die Garmin fenix 5 übertragen. Großes Lob an dieser Stelle an die Software-Entwickler bei Garmin, ein erster Schritt in die richtige Richtung.

Software-Sync nach wie vor eine Baustelle

Und das möchte ich als konstruktive Kritik verstanden wissen. Parameter die nachwievor nicht übernommen werden ist der Fitnesszustand oder der Erholungsgrad. Hier kocht jedes Garmingerät immer noch sein eignes Süppchen. Das bedeutet z.B. dass die Erholungszeiten auf verschiedenen Geräten auch unterschiedlich lang sind. Hier würde ich mir wünschen, dass alle Garmingeräte und Apps auf ein zentrales Benutzerprofil zugreifen und die Daten des Profils nutzen.

Fraglich ist, ob man erwarten kann, dass bei der Synconisation auch die einzelnen Konfigurationen der Trainingsseiten übernommen werden sollten. Das könnte selbstverständlich nur bei nahezu baugleichen Geräten funktionieren.

Erstes Fazit

Die Garmin fenix 5 ist eine hervorragende Multisportuhr, jedenfalls vom erst Eindruck her. Die Optik ist toll und das Tragegefühl sehr komfortabel. Jetzt muss die Uhr im Praxistest beweisen, dass die Vorschußlorbeeren gerechtfertigt sind. In den folgenden Wochen werde ich meine Testergebnisse jeweils für die drei Sportarten, die ich betreibe, präsentieren und natürlich auch den Alltagsgebrauch testen.

Hinweis
Das Garmin fenix 5 Performer-Bundle wird mir für einen Testzeitraum kostenfrei zur Verfügung gestellt. Es gibt seitens der Agentur keinerlei Vorgaben und oder (in)direkte Einflussnahme auf den Artikel.