Zwei Wochen sind vergangen seit dem ich bei der wembo 24h Mountainbike Weltmeisterschaft 2017 in Finale Ligure den dritten Platz erreicht habe und auf dem Podium der Siegerehrung bei der Weltmeisterschaft gestanden habe. Gemeinsam mit Weltmeister Elias van Hoeydonck (Belgien) und dem Vize Weltmeister Peter Piazza (Italien) in meiner Altersklasse. Zeit, um dieses bisher einmalige Erlebnis in einen Rennbericht zu fassen.

10:05 Uhr: Da stand ich nun und alles setzte sich in Bewegung. Ich war noch nie bei einem Laufwettkampf, geschweige denn habe ich irgendwelche Laufambitionen. Da ein Le Mans Start auch erst vor wenigen Tagen entschieden wurde, hatte ich weder eine Strategie noch irgendeine Idee in welchem Tempo ich loslaufen sollte. Sowieso und überhaupt, zum letzten Mal joggen war ich im Frühjahr 2016. Beste Voraussetzungen.

Das Starterfeld wird erwartet.

10:06 Uhr: AHHHHHHHHHHH! Weltmeisterschaft es gibt kein Zurück!

10:07 Uhr: Locker laufen, notfalls gehen und keine unüberlegten Aktionen dachte ich mir und überholte ein nach dem anderen Fahrer, äh Läufer. Was für eine Irre Strecke. Rampe rauf, durch die Verpflegungszone.

10:10 Uhr: Trail rechts, links und auf einmal kein Weg mehr. Böschung hoch und auf einmal ein Riesen Schrei! Wir laufen in Toboga ein und die Steilkurven bergab.

10:12 Uhr Bloß nicht umknicken. Autsch, linker Fuß. Humpeln, weiter laufen. Wir laufen entlang der Verpflegungszone 2. Gleich kommen wir an der Coffeechains Gang vorbei. Vorsicht, autsch. Wieder der linke Knöchel. Johannes reicht mir geistesgegenwärtig ne Flasche. Von wegen 500m, wir laufen bestimmt schon 5km.

10:15: Gleich geschafft. Wir sind in der Wechselzone. Verdammt! Umgeknickt, heftiger Schmerz. Rechter Knöchel. Aua! Weiterlaufen… Ich sehe mein Rad. Noch 50m.

10:17 Uhr: Scheiß auf die Knöchel, jetzt ist Radfahren. Da brauchst du nur die Füße.