Mein Fazit zum Trainingslager war durchwachsen, hohe Erschöpfung und geringere Leistung als gewöhnlich. Mit zwei Ruhetagen in Folge begann diese Entspannungswoche mit einem Hoch…

Eigentlich wäre am Ende dieser Woche mit dem Kahlen Asten MTB Marathon mein Mountainbike Rennmarathon gestartet. Allerdings war mir früh klar, dass ich mit meiner Überlastung im Knie nicht zu scherzen habe und der Marathon zu früh kommt.

Aus diesem Grund habe ich die regenerative Woche mit nur vier Einheiten etwas verändert und sowohl die Einheiten am Dienstag und Mittwoch als auch am Freitag und Samstag in die Länge gezogen. Mit Erfolg.

2×2 Trainingseinheiten dem Wetter zum Trotz

Ich habe aufgehört zu zählen wie häufig ich diese Woche meine Regenjacke hab anziehen, ausziehen, ein- und auspacken müssen. Das Wetter spielte definitiv etwas verrückt aber meine Einstellung hielt dagegen.

Am Dienstag standen EB-Intervalle auf dem Programm, die ich – dem Wetter zum Trotz! – ohne Regenjacke gefahren bin. Alle drei Intervalle über je 6 Minuten berührten die 300 Watt. Ein Meilenstein rückt in Reichweite.

Am Mittwoch brachte meine Tochter den Ablauf kurz durcheinander, wollte sie erst mitfahren und dann doch nicht. So oder so blieb ich beim MTB und surfte alle Trails der Umgebung ab und erreichte im Verlauf die 10.000km Marke in 2017. YEAH!

Zwei Tage reichen gerade, dann ist mein Muskel im Knie wieder fertig und bedarf Ruhe. Jarmo widmete sich dem Muskel am Freitag ausgiebig, nachdem er mein Becken eingerenkt hat. Ich kann euch sagen, dass eine Druckpunkt Massage und das Ausstreichen zwischen Kniekehle und Ansatz der Wade echt äußerst schmerzhaft ist. Mit Pipi in den Augen habe ich es überstanden.

Und konnte dann beim Training richtig in die Pedale treten. Als Vorbelastung auf Nordenau geplant, strickte ich die einstündige Einheit um und fuhr etwas über zwei Stunden mit 3 x 12 Minuten G2-EB (230/260/250 Watt) und beendete das Training auf dem Rennrad nach 70km mit einem 32er Schnitt. Alone against the wind.

Zum Abschluss der Woche wurde es dann nochmal lang und intensiv. Mental war mir wichtig endlich wieder um 5-6 Stunde zu fahren und dabei etwas ins Wettkampftempo zu gehen.

Nach fünf Stunden und fünf Anstiegen an der Sophienhöhe sowie leckeren Gegenwind im Anschluss an die Berge reichte mir dann der gefühlt zehnte Regenschauer an dem Tag. Ich war aber mit den 105km in 5 Stunden sehr zufrieden und habe damit auch im Flachland mal wieder vierstellige Höhenmeter gefahren.

Fazit

Vier Trainingseinheiten sind eigentlich wenig für meine Verhältnisse und einer Ruhewoche angemessen. Durch die drei freien Tage kann ich mich gut von meiner recht hohen Erschöpfung erholen. Aufgrund des ausgefallenen Rennens habe ich mit 12:45h ganz ordentlich Zeit im Sattel verbracht; 330km und 2250hm. Die beiden langen Mountainbike Trainings (8:25h 160km) haben den Schnitt nach unten gezogen, auf dem Renner waren es nämlich 140km in 4:25h.

Jetzt bleiben mir noch zwei Wochen, bevor es dann wirklich Schlag auf Schlag in der zweiten Saisonhälfte losgeht. Im Hinblick auf das Highlight von Gulbergen24-uurs fühle ich mich langsam in Form kommend. Das Wetter wird jedenfalls in der zweiten Saisonhälfte keinen großen Einfluss auf meine Leistungen haben. Dem Wetter zum Trotz!