Mein Rennwochenende erstreckte sich bis auf den Montagabend. Nach dem Vulkan-Bike Marathon und dem P-Weg Marathon auf dem MTB, stand als letztes der Firmenlauf in Mönchengladbach an. Ein toller Event an dem gefühlt alle Firmen aus Mönchengladbach und Umgebung teilnahmen. Demnach war auch tolle Stimmung angesagt.

Druckaufbau schon im Vorfeld

Schon im Vorfeld habe ich mich mit meinem Kollegen Markus hochgeschaukelt, welche Zeit wir auf den 5 Kilometern laufen würden. Markus ist vom Leistungsstand sehr viel besser aufgestellt, als ich. Die Gebote fingen bei unter 25 Minuten an, das war die Obergrenze. Im Laufe der Wochen reduzierten wir die Zeit immer wieder, bis Markus eine Zeit unter 22 Minuten ansagte.

Ich wusste, dass ich diese Zeit nicht schaffen würde. Zwei Wochen vor dem Firmenlauf fiel mir dann ein, dass ja Samstag und Sonntags vorher jeweils der Vulkanbike Marathon und der P-Weg Marathon von mir absolviert wurde. Mit diesem Gedanken schraubte ich meine Zielzeit mal direkt wieder hoch. Alles unter 30 Minuten wäre für mich unter diesen Umständen in Ordnung.

Tiefstapeln vor dem Start

Der Start vom Firmenlauf findet im Hockeystadion statt. Schon toll, so viele Menschen in einem Stadion, die alle zusammen ein Ziel haben, nämlich einfach zusammen Laufen. Das dabei die Ansprüche der Teilnehmer unterschiedlich sind, versteht sich von selbst. Markus Ansprüche waren klar, meine noch nicht so richtig.

Meine Beine fühlten sich trotz 160 Kilometer MTB in den letzten 2 Tagen sehr gut an. Eine Einschätzung meinerseits war aber echt schwer. Auch beim kurzen, lockeren Warmalufen im Stadion konnte ich den heutigen Leistungsstand nicht einschätzen. Markus und ich stellten uns direkt am Ausgang des Stadions auf, da das in der Startphase ein Engpass werden würde und wir dort nicht lange stehen wollten, bzw auf langsamere Starter auflaufen wollten. Auf dem folgende Foto könnt ihr mich in Erwartung auf den Startschuß sehen!

Wettkampfmodus

Der Plan, sich vorne auf zu stellen ging voll auf. Nach dem Startschuß konnten wir die Engstelle schnell passieren und wir die Straße erreichten, fächerte das Feld auf. Dadurch konnte man seine Pace laufen, ohne auf jemanden auf zu laufen. Markus schlug direkt mal ne ordentliche Pace an. Ich versuchte ihm zu folgen und meine Fenix quitierte das mit einer Pace von um 4.05/4.10, was natürlich viel zu schnell war. Da es sich aber gut anfühlte, hielt ich die Pace, bis der erste Kilometer gelaufen war. Da ging es auf eine lange Gerade und ich ließ die Vernunft siegen. Ich verlangsamte auf eine Pace von ca 4.40 und fand sehr schnell einen guten Rhythmus, sowohl von der Schrittfrequenz her, als auch von der Atmung.

Es lief richtig gut. Ich war total erstaunt, dass ich nach dem schweren Wochenende so einfach schnell laufen konnte. Relativ bald lief ich an den Mitstreitern vorbei, die erst Mal voll Kanne los gebrettert waren. Das gab mir Motivation, dass mein Plan aufging. Markus war übrigens zu diesem Zeitpunkt schon außer Sichtweite, das war aber zu erwarten und vollkommen OK. Ab Kilometer 2 war es pure Konzentration mit innerer Zufriedenheit, ein cooles Gefühl. Das spiegelt sich auch in der Pace von Kilometer 1,5 bis 3,5 wieder, denn da lief ich konstant 4.20/4.30er Pace. Danach merkte ich dann doch meine Beine und ich reduzierte auf knapp unter 5, um dann aber kurz vor dem Ziel noch mal zu beißen und den Schmerz im Endspurt einfach zu überlaufen.

Persönliche Bestzeit

Unfassbar! Im Ziel hatte ich eine Zeit von unter 24 Minuten auf der Uhr: 23 Minuten 53 Sekunden war die offizielle Zeit auf 5,2 Kilometer. Ich war total zufrieden! Die Krönung eines sehr erfolgreichen Wochenendes! Markus erwartete mich schon im Ziel mit einer sehr schnellen Zeit von 21:43, Klasse! Gemeinsam empfingen wir noch unsere Kollegen, dann wurde noch etwas gequatscht und später machte ich mich mit leicht schmerzenden Muskeln und glücklich auf den Heimweg.