Vorletzte Etappe heute von San Martino nach Levico Terme, 88km mit 2400hm mit einem Pass und zwei weiteren schönen Anstiegen und zwei alles abfordernden Trails und lebensgefährlicher Abfahrt hinab nach Olle. Nach 5:36h war der Spuk dann vorbei und mögen wird das Finisher Trikot abgeholt.

cacmeetsthealps

Mit angezogener Handbremse ging es den letzten Gipfel der Dolomiten hinauf, denn ab dem Malga Tognala sollte die schwerste Trailpassagen der Transalp folgen und ich stellte mich auf einen mächtigen Stau ein, ähnlich wie 2014 bei den BIKE Four Peaks im Lisi Osl Trail.

Es war dann nicht so, zwar wurde zu Beginn und am Ende geschoben aber zum Großteil war der Trail im vorderen Mittelfeld fahrbar. Zwar nicht so schnell aber das war egal, denn es war gigantisch. Ich verstehe zwar die Schwierigkeitsbewertung der Trails nicht, denn der Panorma Trail auf der zweiten Etappe war deutlich schwerer aber trotzdem kamen heute alle Fahrer auf ihren Genuss. Enge Steilkuren, Gefälle mit Stufen, Wurzeln, flowige Wiesenstücke – es war alles dabei. Weitere 600hm ging es danach über Schotter runter und ich hatte Mühe an meiner Gruppe zu bleiben. Ich fuhr äußerst defensiv, soviele Reifendefekte wie ich unterwegs sah.


Danach begann das Leiden hinauf zum Passo Cinque Croci, 20km lang und 1300hm standen auf dem Zettel. Nie richtig steil aber ausruhen geht anders, meine Position konnte ich halten. Und war die Motivation für den erhöhten Druck aufs Pedal zum Ende des Passos eine nicht enden wollende Abgahrt über 1700hm, so war ich froh als wir diese 20km in rund 30 Minuten hinter uns hatten. Die ersten 400hm auf Schotter Serpentinen waren ein Vergnügen aber die übrigen 1300hm auf einem laut Roadbook asphaltierten Radweg war dann Lebensgefahr pur. Eine schmale Passtraße schlängelte sich den Berg hinab, toll! 60kmh, 70kmh, 80kmh Linkskurve alle schneiden die Kurve. Auto! Eeeeeek! Der Horror. Nichts passiert aber trotzdem. So ging es dann weiter. Immer wieder kamen uns Autos entgegen, die wahrscheinlich nicht weniger erschrocken waren als wir. In Strigno wurden wir dann sogar in den laufenden Verkehr eingegliedert und mussten sowohl mit uns fahrende Autos überholen und gleichzeitig auf den Gegenverkehr achten. Schockierend.

Im Schlußanstieg über 14km (700hm) hatte ich mir die Kraft gut eingeteilt und in den anfänglichen steileren Stücke in der prallen Sonne das Tempo reduziert, ab Km70 war der Pass dann auf dem großen Blatt fahrbar. Und dann sollte die Enduro Challenge kommen. Sollte. Es kam ein wunderbarer Karreweg mit losen Geröll, Gefälle und Spitzkehren. Aber keine Enduro Challenge, die folgte danach auf einem Zickzack von drei Apshaltkurven und einem 500m langen Karrenweg gerade aus. Hmpf.

Die Fahrt ins Ziel war dann wieder eine Katastrophe. Durch den Stadtverkehr und immer wieder störende Autos, was war ich um das Team Hüttenzauber froh, die vor mir Tempoarbeit leistete. Nach 5:36h war ich dann im Ziel.

Tim hatte auf den Trails heute ebenso Spaß und genoss die beiden Abfahrten und blieb unter 6:00 Stunden Fahrzeit.

Levico Terme ist ansonsten ein toller Ort, insbesondere der See lud zum schwimmen und verweilen. Und während die After Race Verpflegung nach wie vor stop ist, war die Pasta Party heute mehr der Reinfall. Nummer drei zum Vergessen.

Morgen ist Riva. Yay!