Im zweiten Teil unserer Artikelserie #transalp Vorbereitung und Training widmen wir uns dem Training für die Transalp. Sieben alpine Etappen mit 690km und 19000hm fahren sich nicht ohne eine strukturierte Vorbereitung, dass glauben zumindest unsere Fahrer Daniel und Tim. Dabei haben sie jeder für sich andere Vorstellung über das „Wie“ des Trainings, Einigkeit besteht in der Zielfokussierung.

Als Hobbysportler ist es natürlich nie möglich das Trainingspensum eines Profis abzuspulen, es geht immer um den Kompromiss aus Familie, Beruf und Freizeit. Neben der Trainingsbelastung und den richtigen Reizen spielt die Regeneration für die Transalp und die Vorbereitung eine wichtige Rolle. Die Quantität des Trainings ist bestimmt nicht zu vernachlässigen, jedoch ist die Qualität des Trainings besonders wichtig.

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Mit unserer Artikelreihe über die Transalp Vorbereitung und Training möchten wir sowohl den logistischen als auch den sportlichen Aspekt darstellen und künftigen Teams bei der Vorbereitung und dem Training vielleicht etwas helfen.

Die Vorbereitung gliedert sich dabei in drei Phasen, von der Anmeldung bis zur Anreise. Ähnlich verhält es sich mit dem Training.

1. #transalp Erste Vorbereitungsphase
2. #transalp CC trains for the alps
3. #transalp Die letzten Vorbereitungen

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Gemeinsam leiden, zusammen Spaß haben. Coffee & Chainrings meets the alps.


Während Tim sein Training nach Joe Friels Empfehlungen aus „Die Trainingsbibel für Radsportler“ (Achtung: Amazon Partnerlink) aufgebaut hat und die standardisierten Trainingsphasen durchlaufen hat, bekam Daniel Unterstützung von Ärztin Stefanie Mollnhauer (Pro-Formance). Trotz Schichtdienst konnte so die verfügbare Zeit optimal zum Training genutzt werden, die Elternzeit und richtig platzierte Urlaube kamen natürlich vorteilhaft dazu.

Unterschiedliche Voraussetzungen beim status quo sorgten bereits vom ersten Tag der Vorbereitung für unterschiedliche Wege. Tim mit all seiner Erfahrung als Langstreckenfahrer hatte eine ganz andere Grundlage als Daniel, außerdem kannte sein Körper bereits Trainingsreize jenseits der vier Stunden. Das war Neuland für Daniel, der im ersten Quartal 2015 deswegen die Trainingsumfänge nach und nach Erhöhte. Zwischen 40-70 Stunden trainierten die beiden Fahrer seitdem Monat für Monat, Tim kürzer als Daniel aber dafür intensiver.

Neben dem Training galt es aber auch an der Erhohlungsfähigeit zu arbeiten, denn die Leistung bei der Transalp muss sieben Mal wiederholt werden. So kommen neben dem Training noch täglich Stretching- und Faszienprogramme zum Einsatz, sowie eine entsprechende Trainingsnachbereitung. Schnellverdauliche Kohlenhydrate nach intensiven Trainingseinheiten und proteinreiche Mahlzeiten nach langen Trainings sorgen dafür, dass der Körper die Trainingsreize besser verarbeiten kann. Außerdem schadet ein wenig Ruhe nach dem Training auch nicht. Generell achten beide Fahrer auf ihre Ernährung ohne dabei eine Diät zu halten.

Neben dem individuellen Training ist es für die Transalp hilfreich gemeinsam zu trainieren. Aufgrund verschiedener Trainingsgewohnheiten und der Distanz gelingt das in unserem Team nicht so oft, dafür wurden die wenigen Termine sehr effektiv genutzt. Neben dem Kennenlernen des Rhythmus seines Partners wird die Teamharmonie gestärkt. Das beste Training ist dann aber doch ein Rennen, hier ist das Lernfeld am Größten. Und was gibt es dann Schöneres als blind parallele Schaltvorgänge und Tempoverschärfungen durchzuführen. Bis dahin kann der Weg aber durchaus steinig sein, jedes Rennen ist ein Lernfeld für sich und die Kommunikation das A und O.