Die erste Woche Vorbereitungstraining auf die Saison 2016 ist um. Gerade die ersten Wochen sind für mich extrem wichtig, geht es doch vor allem darum den Rhytmus wieder zu finden und die wieder ansteigenden Umfänge nach Plan umzusetzen.

Soll erfüllt heißt es deswegen für die erste Woche mit einem Ausrufezeichen! Das Pensum war und bleibt für den Trainingsstart sehr hoch, insgesamt gab es in der ersten Woche sechs Trainingstage mit zehn Einheiten. Die einzelnen Einheiten sind etwas kürzer, dafür muss ich mich noch an die Doppelbelastungen mit zwei Einheiten am Tag gewöhnen.

Mit Stefanie Mollnhauer von Pro-Formance starte ich nun in das dritte gemeinsame Jahr, ein vorsichtiges Herantasten an gewünschte Trainingsreize ist damit nicht notwendig und so wird mich mein erster Trainingsblock auch direkt bis an die Grenzen führen.


Gewichtsreduktion und Krafttraining sind die Schwerpunkte im ersten Teil meiner Vorbereitung, denn in der Saisonpause habe ich mir 4kg angefressen. Die Nachwirkungen vom 24h Rennen in Gulbergen, hier muss ich im nächsten Jahr wesentlich disziplinierter bleiben.

Deswegen verbringe ich gerade auch nur 40% meiner Trainingseinheiten auf dem Rad, die anderen 60% werden dann fair aufs Laufen und Krafttraining aufgeteilt. So summiert sich das Training auf 10 Einheiten und knapp 16 Wochenstunden, wobei ich jetzt auch mit dem Relativieren anfangen muss.

Zwei Einheiten sind „nur“ 30′ Läufe auf nüchternen Magen, um den Stoffwechsel zu stärken. Mit einem leckeren Kaffee klappt das sehr gut. Eine weitere Laufeinheit über 60 Minuten ist dann schon fordernder und sorgte am Samstag gemeinsam mit dem zweiten Beinkrafttraining in dieser Woche für ordentliche Muskelschmerzen. Mit meinen neuen ON Cloudster Laufschuhen macht das Laufen endlich richtig Spaß. Ich freue mich jetzt schon auf meinen kurzen Lauf morgen früh, obwohl ich gleichzeitig auch gerade sehr kaputt bin.

Die Trainings auf dem Rad sind eher lockerer Natur. Vergangenen Montag gab es eine ruhige 90′ Einheit auf der Rolle verbracht, nachdem ich morgens 30′ laufen war. Die Traininseinheit am Dienstag war mit einer Intervallpyramide über 1-2-3-2-1 Minuten in Teilen fordernder, zum Glück beginnen solch anstrengende Belastungen mit sehr kurzen Intervallen. Nach 2 Stunden war das Training vorbei, aber bereits eine Stunde später war ich dann im Studio wieder im Aufwärmmodus für das erste Beinkrafttraining.

Gemeinsam mit Thorsten werde ich im Winter einmal in der Woche an meiner Schwäche arbeiten und sowohl die Probleme in meiner Instabilität als auch den Dysbalancen angehen. Mit fünf Squat-Sätzen und den ersten Wiederholungen mit 100kg haben mir schon am zweiten Tag der Vorbereitung einen Mini-Erfolg beschert. Das Übergangstraining im Oktober hat angeschlagen.

Der freie Mittwoch tat den Knochen gut und am Donnerstag war ich bereit für das Oberkörpertraining. Ich habe das Krafttraining aufgeteilt und trainiere jetzt drei statt zwei mal im Studio. Verkehrt war das Krafttraining nach Joe Friel bestimmt nicht aber insgesamt zeigte mir Throsten in kürzester Zeit, wie groß meine Dysbalancen sind und wie instabil meine Haltemuskulatur ist, so dass ich die Ressource Krafttraining für eine extrem erfolgversprechende halte.

Am Freitag gab es die Einweihung meiner ON Cloudster mit einem nüchtern Lauf. Hallo? 30″ schneller pro Kilometer im Vergleich zu Läufen nach dem Frühstück mit meinen Nike Free sprechen für sich. Ich laufe wie auf Wolken; ein Vergnügen. Zumindest für einen Anti-Läufer wie mich.

Nach dem Frühstück ging es dann ab in den Wald, mein Cannondale Flash wollte ausgeführt werden und die 4iiii Precision MTB Kurbel ausprobiert werden. (Sie tut es erwartungsgemäß gut.) An der Rur hinter Linnich habe ich dann einen Downhill gefunden, den ich im Winter zum Technik Training nutzen kann: Von den sechs Serpentinen musste ich nämlich vier Mal schieben, weil ich die Kurven nicht bekommen habe. So findet man auch im Training neue Ziele, die bekanntlich der Motivation immer gut tun. Apropo Motivation, die war top. Wie im übrigen bei jeder Einheit in dieser Woche, alle Zeitvorgabwn wurden eingehalten.

Zum Abschluß wollte ich heute bei der CTF Klinkum mal testen, was so geht. Nicht so viel, weshalb ich dann auch das Tempo recht schnell auf den Ga2 Bereich reduzierte. Am Ende reichte es für vier Stunden auf dem MTB, wobei die letzte Stunde nicht mehr ganz so flüssig war. Etwas anderes würde mich aber auch nach der ersten Woche wundern.