Die dritte Umfangwoche lief auch ohne Frühlingsgefühle. Der Wind sorgte mal wieder für erschwerte Bedingungen, weshalb auch das intensivste Training auf der Rolle stattfinden musste. Dafür gab es ein schönes Grundlagen Training mit Ansgar und eine Reise in das alte Trainingsrevier.

mein_trainingstagebuch

Für eine dritte Umfangswoche und fast 20 Stunden Training in der Vorwoche habe ich mich richtig gut gefühlt. Zwar fehlt es nach wie vor an den ultra langen Einheiten aber bis vier Stunden läuft es hervorragend, dafür das ich durch meine Fettstoffwechsel Geschichte eigentlich extrem eingeschränkt bin.

Der hohe Cortisolspiegel war es dann auch, der am Sonntag für einen ungewollten Ruhetag sorgte. Ein weiteres Training hätte den Rahmen gesprengt und letztendlich muss man auch nicht mit der Brechstange die 20 Wochentrainingsstunden erreichen.

Zurück in der alten Heimat. Zwischen Zechenturm und Haldenberg.

Zurück in der alten Heimat. Zwischen Zechenturm und Haldenberg.

Meine Trainingswoche in der Übersicht

RadfahrenLaufenKraftEntwicklung
Die Woche begann easy mit einer nüchternen Rolleneinheit und 2,5 Stunden locker durch die hiesigen Wälder mit Kind und Anhänger, Erholung nach einem langen Wochenende. Am Dienstag stand das Krafttraining im Fokus, so dass am morgen ebenfalls die Beine nur gelockert wurden.

Intervalle auf der Rolle benötigen eine große Willensleistung

Intervalle auf der Rolle benötigen eine große Willensleistung

Mittwochs ist Bergfest! Und irgendwie seit geraumer Zeit auch Intervalltag. Mit 5x5min Intervallen gab es eine deutlichere Steigerung im Vergleich zur letzten Woche. Ein Intervall mehr und jeweils eine Minute länger. Anfangs habe ich gedacht, dass ich heute nicht in der Lage bin Leistung zu bringen, denn das Krafttraining merkte ich deutlich. Von Intervall zu Intervall konnte ich aber meine Form steigern und im vierten Intervall sogar meine CP5 vom FTP-Test toppen. Ich versuchte mich durch positive Gedanken in den Intervallen zu mehr Leistung zu motivieren und dies gelang mir meine sonst so gehemmte Art im Training etwas zu lösen. Mit der richtigen Motivation ist vieles einfacher.

Unterwegs auf dem Rennrad

Tagsdarauf traf ich mitten in der Nacht Ansgar zu einer Grundlagenrunde mit dem Rennrad. Es war mir eine Ehre Ansgar bei seiner ersten Rennrad Runde begleiten zu dürfen. Über Bedburg, Jülich und Linnich sammelten wir leicht welligen Terrain mit ordentlich Wind 100km. Aufgrund der frühen Startzeit war es wirklich bitter kalt, so dass wir Stunde um Stunde durch die ansteigenden Temperaturen an Fahrspaß gewannen.

20160322-Trainingstagebuch_4

Das Auto voll gepackt mit tollen Sachen, die das Leben schöner machen. Hinein ins Weekend Feeling.

Trotz Temperaturabsturz und Nieselregen bin ich am Samstag nach Herne gefahren, um den neuen XC Rundurs auf der Halde Hoheward zu testen und in meinem alten Trainingsrevier Höhenmeter zu sammeln. Rund 3-4 Stunden standen auf dem Programm, abhängig davon wie lange das Baby Lust hat mitzufahren. Am Ende wurden es 3:15h mit 900hm, was mich sehr freute. Denn mit 20kg Zusatzgewicht durch den Tout Terrain Anhänger mit Kind sind die Steigungen länger und anstrengender, aber selbst in den Steilsten kamen wir gut zu Recht.

Das Setup für die Haldentour: MAO-TAINBIKE und Tout Terrain

Das Setup für die Haldentour: MAO-TAINBIKE und Tout Terrain

Über den XC-Kurs werde ich zur Wochenmitte noch ehr berichten, denn die Halde Hoheward ist kaum wieder zu erkennen. Es sind wirklich tolle Trails entstanden (auch abseits des XC Rundkurs) und die XC-Strecke ist ausgewogen und lädt förmlich zum trainieren ein.

XC Downhill an der Haldehoheward

XC Downhill an der Haldehoheward

Eigentlich wollte ich am Sonntag dann weitere 3,5 Stunden Training dran hängen, allerdings fühlte ich mich morgens stehend k.o. und spürte quasi den hohen Cortisolspiegel. Ich war den ganzen Tag extrem erschöpft und gleichzeitig wibbelig und hungrig. Keine Voraussetzungen für ein erfolgreiches Training.

Statistik

8TE, 16:05h, 345km, ca. 3000hm

Fortschritt Übersicht

Intensität
Leistung
Form
Laufen fiel diese Woche aus. Eigentlich für Freitag vormittag und Sonntag Abend geplant musste ich beide Einheiten aufgrund mangelnder Ressourcen streichen.

Umso schöner waren die regenerativen Spaziergänge an mehreren Nachmittagen in dieser Woche.

Regenerative Spaziergänge sind gerngesehen.

Regenerative Spaziergänge sind gerngesehen.

Statistik

0TE

Fortschritt Übersicht

Intensität
Leistung
Form
Am Dienstag traf ich Thorsten zum Beinkraft Training und habe mir völlig die Kante gegeben :D Bei den Squats standen 20 Wiederholungen mit 100kg an, de ich mir am Stück mit maximal 10″ Push selbst einteilen durfte. Mit 10WH und 2x 5WH schaffte ich die Wiederholungen in unter drei Minuten.

Nach verbrachte ich viel Zeit an Geräten, die ich nicht mag. Zuerst gab es ein intensives Training für den Beinbeuger. Mit hohen Gewicht standen Wiederholungen an bis nicht mehr geht. Kurze Pause und 5kg weniger und das gleiche nochmal. Eine Übungsform die einen die Schweißperlen auf die Stirn treibt. Anschließend trainierten wir mit geringeren Gewichten noch abwechselnd Zug- und Haltephase bis ich schließlich mit wackeligen Beinen wieder den Boden betreten habe.

Es folgte das gleiche Prozedere für den Adduktorenbereich, die Schmerzen merke ich noch heute :D

20160322-Trainingstagebuch_5

Am Freitag ging es alleine zu Oberkörper Training. Brust, Bauch und Schulter wurden von mir trainiert.

Statistik

2TE, 2,5h

Fortschritt Übersicht

Intensität
Leistung
Form
Das mein Gewicht nicht sinkt hat aufgrund des zu hohen Cortisolspiegels wohl auch medizinische Gründe. Jedenfalls ist die Stammfettsucht ein Merkmal des hohen Cortisolspiegels, was Abnehmen erschwert. Bis zur 79kg Marke ging es gut, seitdem steigt das Gewicht gerade wieder an. Ich glaube ich muss mich augenblicklich mit 80-85kg zufrieden geben und das große Abnehmen beginnt nach der Gesundung. Die Grundlagen sind ja da, sowohl was Disziplin als auch Bereitschaft angeht.

Das Training selbst verlief gut. Ich bin viel mehr bereit intensiver zu trainieren und an meinen Schwächen zu arbeiten. Ich habe Spaß während es Trainings und der Kopf signalisiert weitermachen. Wichtig ist das Hören auf die körperlichen Warnsignale und dann das Training zu reduzieren, wie es Freitag und Sonntag der Fall war.

Die zweite Woche in Folge, die an die 20 Stunden Training heranreicht, stärkt natürlich auch das Selbstvertrauen.

Statistik

10TE, 18:30h

Fortschritt Übersicht

Gewicht
Ausdauer
Form

Fazit

Das Training läuft unter den Umständen einer Dauerstress Erkrankung meines Stoffwechsels sehr gut, allerdings muss ich selbst natürlich akzeptieren das ich körperlich eingeschränkt bin und deswegen nicht mein normales Potential abrufen kann. Regeneration und Ausruhen ist extrem wichtig und kein Zeichen für eine rückschrittliche Entwicklung.

Im kommenden Monat beginnt die Saison mit dem Kellerwald Bike Marathon. Inwiefern ich dieses Ziel einhalten kann, werde ich hoffentlich innerhalb der nächsten Wochen wissen.