Mein Stoffwechsel scheint mir mehr Sorgen zu bereiten als angenommen. Denn irgendwie klappt das mit der Leistung nicht so richtig, dafür gibt es dann Heißhunger. Einzig die Ausdauer, die läuft rund. Zu allem Überfluss streikt das Knie auch noch beim Laufen.

mein_trainungstagebuch

Eigentlich sollte ich froh sein. Denn nach wie vor mangelt es nicht an Trainingsmotivation oder Trainingsfleiß, obwohl einzelne Ergebnisse gerade alles andere als aufbauend sind.

Die zweite Aufbauwoche glich der vergangenen Woche mit der Ausnahme, dass am Wochenende Radtraining statt Laktattest auf dem Programm stand und der längere Lauf Knie bedingt sowieso gekürzt war und weiter gekürzt werden musste. Dazu später mehr.

Neben den Eßattacken, ich berichtete, habe ich langsam auch das Gefühl, dass nicht genügend Energie in die Beine kommt. Sobald ich etwas mehr Kraft auf das Pedal bringen will, geht die Tittfrequenz abrupt runter, während der Puls kaum die 160bpm erreicht. Beim Laufen oder im Krafttraining habe ich dagegen kein Problem den Motor auf Touren zu bringen und kann durchaus höhere Werte erzielen.

Meine Testauswertung untermauert den Verdacht, dass es im Stoffwechsel harkt. Der Heißhunger vervollständigt das Ganze und sorgt gerade für eine völlig neue Problemstellung. Bisher war es immer eine Frage von Trainingsmoral, jetzt muss ich erst einmal meine Gesundheit zurückerlangen.


Am Montag gab es eine lockere Rolleneinheit zur aktiven Regeneration. Gut erholt (sagte auch mein HRV-Wert von 90) ging es in den anstrengenden Dienstag. Seit Wochen ist hier Intervalltraining mit anschließendem Krafttraining angesagt. Wie schon erwähnt ginge von der Ausdauerleistung her wesentlich mehr, doch sobald ich die 90rpm fester treten möchte, machen die Muskeln zu und ich erreiche Werte um 60rpm. So gab es die fünf Intervalle immer mit knapp überhalb der 200-220 Watt.

Im Studio ging es am Nachmittag dann besser. Es standen lange Kraftausdauersätze auf dem Programm mit 20-30 Wiederholungen.

Am Mittwoch habe ich frei gemacht und am Donnerstag anstelle des zweiten Studiotags einen Lauf absolviert. Doch bereits nach 15mkn kamen die Schnerzen im Knie zurück, weshalb ich den Lauf abgebrochen habe. Wenn es nicht läuft es nicht. Jetzt wird mir noch die Sportart genommen, die gerade aufgrund der guten Fortschritte am meisten Spaß macht.

imageSonntag morgen. Nass, feucht und dunkel. Am Ende leider wieder ein Abbruch aufgrund von Knieschmerzen.

Freitag und Samstag gab es Radeinheiten und Studiobesuche. Aufgrund der nächsten Eßattacke von Donnerstag bis Freitag war sowohl das Rollentraining desolat, wie das Kettleball Training. Ich habe mich einfach nur schwer und unsportlich gefühlt.

Am Samstag kam mit der gesunden Ernährung auch der Spaß zurück. Mit dem Baby ging es auf eine längere Anhängertour, das Zusatzgewicht von mittlerweile 20kg (Hänger und Kind) sorgt für gut brennende Beine. Im Studio setzte ich alles planmäßig um.

Am Sonntag sollte dann wieder ein 60min Lauf stattfinden. Ich bin schon um kurz nach sieben los, um in den Sonnenaufgang zu laufen. Die Petzl Tikka ist im Übrigen wirklich eine tolle Empfehlung gewesen und preisgünstig im Vergleich zu meiner MyTinySun Bike Lampe ist sie auch noch. :-)

Wollte… Eigentlich… 30min später zog es wieder über dem Knie. Die typischen Runners Knee Symptome, warum musste ich auch mit der Steigerung auf Halbmarathon so übertreiben. Gnatz.

Nächste Woche heißt es nochmal alles geben, ehe ich dann über die Weihnachtstage eine Regenerationswoche habe. Außerdem stehen natürlich Arztbesuche an, um irgendwie das Stoffwechselproblem zu finden und zu lösen. Möglichst schnell.