Nach den ersten drei harten Trainingswochen war ich froh um die Ruhewoche. Die Müdigkeit kam genauso plötzlich wie unerwartet, so dass die Ruhewoche einmal mehr zum richtigen Zeitpunkt meinem Körper Zeit zur Regeneration brauchte.

In der Ruhewoche leider ich meistens am Meisten. Klingt banal, ist aber so. Das reduzierte Training ist auf der einen Seite eine gute Entlastung, andererseits merke ich auch so viel mehr die Schwerfälligkeit und Müdigkeit, die ich in der dritten Umfangwoche meistens einfach weg pedaliere.

Umso wichtiger und bedeutungsvoller ist die Ruhewoche. Bewusst halte ich in dieser Woche auch meine Social Media Zeit niedrig und verbringe viel Zeit mit Ausruhen.

Der erste Block nach der 24h Mountainbike Weltmeisterschaft war insgesamt sehr fordernd.

Rhythmus finden, Leistung hochhalten und die hohen Temperaturen genießen. Ein Magen-Darm Infekt bremste mich zeitweise zumindest an der anaeroben Schwelle aus und ist wohl auch ein Grund, weshalb ich nach den drei Umfangwochen in der vergangenen Woche besonders müde war.

Umfänge runter, Intensität rauf

Umfänge runter, Intensität rauf. So könnte man das Training in der letzten Woche beschreiben. Nach 1100km in 38,5h und insgesamt vier Ruhetagen gab es in der Ruhewoche gleich drei freie Tage. Grandios!

Trainiert habe ich trotzdem und das auch nicht wirklich locker, wie man es sich für eine Ruhewoche vorstellen könnte. Im Gegenteil, die beiden kurzen Einheiten am Dienstag und Donnerstag waren sehr fordernd. TSS 80 in 90 Minuten und TSS 120 in 120 Minuten unterstreichen dies.

Am Dienstag standen vier kurze Intervalle über eine Minute im SB-Bereich auf dem Programm, nach einer G1 Pause folgten weitere zwei 10′ Intervalle im G2 Bereich. Dafür war der Mittwoch dann frei!

Am Donnerstag forderten mich zwei 10′ Intervalle im EB-Bereich sehr, nach einer kurzen Pause hielt ich das Tempo bei zwei 15′ G2-Intervallen hoch. Obwohl ich mich sehr müde fühlte, konnte ich die Einheit ziemlich gut zu Ende fahren.

Die Streckenwahl für das zweite 10′ Intervall war allerdings nur bedingt gut, denn verkehrsbedingt musste ich mehrmals komplett rausnehmen und neuantreten. Das passiert, wenn man nicht seine gewohnten Intervall Strecken befährt.

Physiotherapie und Umfangeinheit am Wochenende

Der dritte trainingsfreie Tag der Woche war das Comeback der Physiotherapie. Jarmo ist endlich aus dem Urlaub zurück und war frisch motiviert meinem Körper gutes zutun. 2,5 Wochen ohne Physiotherapie bedeutete aber gleichzeitig, dass wir nur mit den Basics beschäftigt waren, also quasi Wartungsarbeiten an meinem Körper.

Das Becken musste beidseitig eingerenkt werden, außerdem musste der Rücken neu eingestellt werden. Außerdem habe ich nach wie vor mit den Nachwirkungen meines Schleudertraumas zu kämpfen, so dass wir am Ende meiner Therapie noch meinen Hals bearbeitet haben.

Am Samstag, dem Hochzeitstag meiner Schwägerin, nutzte ich den hektischen Vormittag für eine lange G1-G2 Runde nach Holland. Vier 15′ Intervalle im G2 Bereich sind ‚etwas‘ eskaliert, denn am Anstieg im Nationalpark De Meinweg habe ich meinen guten Beinen freien Lauf gelassen.

Mit einer aeroben Entkopplung von 3.5% bei 3:45h Trainingszeit (120km) stimmen mich sowohl die Intervall Leistungen als auch die Ausdauerleistung positiv, zumal ich das Training ohne Kohlenhydrate absolvierte. PS: Pünktlich um 13:55 Uhr waren wir dann Teil der Hochzeitsgesellschaft :D

Am Sonntag waren die Beine extrem schwer und die 60′ Regeneration (TSS 25) war gefühlt die anstrengendste Einheit der gesamten Woche. Ich fand die gesamte Zeit keinen Rhythmus und fühlte mich extrem müde.

Fazit

Heute beginnt die Vorbereitung auf das erste Rennen der zweiten Saisonhälfte. Am Samstag starte ich gemeinsam mit Marc Gottmanns bei der Night on Bike in Radevormwald. Also nach der 24h MTB solo Weltmeisterschaft debütiere ich mit Marc bei einem 24h Rennen in einem 2er Team. Eine völlig neue Erfahrung für mich, ich bin aufgeregt und freue mich!

Das Training in dieser Woche war gut, wobei die Ruhetage mindestens genauso wertvoll waren. Ich bin wieder voll getankt und bestens motiviert für den Saisonstart der zweiten Saisonhälfte.

Darüberhinaus stecken wir bereits mitten in der Planung für die Saison 2018. Und falls ihr noch überlegt Teil der Coffeechains Gang zu werden, so bitte ich euch schnell zu handeln. Im Hintergrund tut sich gerade einiges und in Kürze werden wir unser Team vervollständigt haben.