Der Schlachtruf „Komm schon für diese eine Nacht“ ist für kaum ein anderes Rennen passender als für Gulbergen24-uurs, der schwersten Nacht für unsere Gang. Die längste Nacht des Jahres beginnt früh und endet spät, für Daniel bedeutet das am Wochenende dem Melatonin zum Trotz!

Eine lange Saison neigt sich dem Ende entgegen, doch bevor wir uns langsam Richtung Off-Season bewegen wartet mit Gulbergen24-uurs noch ein absolutes Highlight auf die Coffeechains Gang. Bei Gulbergen24-uurs tritt die erprobte Ultracycling Crew zum zweiten Saisonhöhepunkt an.

500 Stunden Training, zwei 24 Stunden Rennen und diverse Marathon Rennen stecken mir bereits in den Knochen und in den vergangenen Wochen war es wirklich schwer den Fokus auf das Event zu lenken und motiviert weiter zu machen. Bis auf einen Ausrutscher beim P-Weg vor zwei Wochen ist das Unterfangen geglückt und ich werde am Samstag gut vorbereitet und mental fit am Start stehen.

Und trotzdem wird Gulbergen24-uurs die schwerste Nacht des Jahres. Mit dem Anspruch des harten Kurses bei der 24h Mountainbike Weltmeisterschaft ist das Rennen am Wochenende nicht vergleichbar, dafür hatte ich im Juni aber auch keine 12.000km, 175 Stunden weniger Training und noch keine zwei 24 Stunden Rennen in den Beinen.

Mit knapp acht Stunden war die Nacht in Finale Ligure sehr kurz, durch den frühen Rennstart war das Rennen danach schnell zu Ende. In Gulbergen werde ich am Samstag drei Stunden später ins Rennen starten, es wird bestimmt drei Stunden früher dunkel und zwei Stunden später hell. Dazu werde ich nicht einmal zum Start in meinem Bioracer Mesh Trikot starten, dass ich in Finale Ligure 24 Stunden durchgefahren bin.

Die frischeren Temperaturen, die extreme Kälte mit hoher Luftfeuchtigkeit in der Nacht und die lange Dunkelheit werden verdammt an meiner Motivation nagen. Ich will das! Es wird eine extreme Herausforderung, der ich mich zu stellen bereit bin. Nach meinem 11. Platz zum Solo Debüt 2015 und der schrecklichen Aufgabe 2016 habe ich bei meiner dritten Teilnahme beim wunderschönen Rennen in Geldrop eine Rechnung offen.

Nach der langen Saison wären Platzierungsziele nur unnötiger Druck, durchfahren und ankommen lautet meine Devise. Und dann mal schauen, ob ich meine tolle Form von der Weltmeisterschaft noch einmal abrufen kann. Gerne würde ich meine Kilometerleistung aus München schlagen. Aber so viele Abers stehen im Wege, die es auf den langen 24 Stunden auszuräumen gibt. Ich bin bereit.