Rund um Köln ist das humoristische Highlight des Jahres gewesen aber sportlich folgten die Peaks dann sowohl im Frühsommer als auch im Spätsommer mit zwei kürzeren Etappenrennen und tollen Vorbereitungsmarathons. Nicht zu vergessen der Trainingslager Urlaub auf der Insel Hvar, sowie diverse Trainingseinheiten im hiesigen Umland.

Mit Hilfe von Tims Crash Training war ich dann für die BIKE Four Peaks ganz passabel gerüstet, wenn mir auch klar war das mein Gewichts-Leistungsverhältnis für Alpenetappen alles andere als optimal ist und vor allem war. Aus sportlicher Sicht war das Etappenrennen kein Erfolg, immerhin erreichte ich dann aber doch noch mein Minimalziel mit einer Platzierung unter den ersten 50% des Teilnehmerfelds. Immerhin ist das Teilnehmerfeld wirklich extrem gut besetzt und alpines Gelände auch keine Forstautobahn im Sauerland.

Zwei Bilder haben sich in mein Kopf gebrannt, die das Etappenrennen für mich eindrucksvoll wiedergeben. Zum einen die totale Erschöpfung nach der ersten Etappe, durch die ich mich mit Magenkrämpfe gekämpft habe. Zum anderen das Bild nach dem Zieleinlauf in Kaprun mit der zufriedenen Gewissheit einen persönlichen Meilenstein erreicht zu haben, denn als ich 2007 mit dem Sport angefangen habe war für mich eine Teilnahme an der Trans Germany, dem Vorläufer der BIKE Four Peaks, ausgeschlossen. Sieben Jahre später bin ich Finisher (mit 30kg weniger Gewicht).

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Nach den BIKE Four Peaks stand Regenration auf den Plan und eigentlich noch schöne Marathons wie zum Beispiel der MTB Marathon am Rursee, allerdings war das Wetter irgendwie suboptimal und meine geringe Motivation dadurch nicht besser. Also entschied ich mich nur zur Teilnahme am Wiesbaden Bike Marathon und wurde nicht enttäuscht, eine wirklich empfehlenswerte Strecke. Danach folgte eine komplett sportfreie Woche und ein Wiedereinstieg ins Training am zweiten Urlaubstag in Kroatien.

Nach 10 Trainingseinheiten auf Haar kam ich immer besser in Fahrt und meine Motivation war zurück. Urlaub mit dem Rad ist einfach ein Genuss, besonders die Aussicht auf einen Kaffee mit anschließendem Sonnenbad über Stunden nach dem Training. Eat, ride, sleep, repeat.

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Hvar 2014

Es folgte der August mit einer unbändigen Trainingsmoral und 1250 Trainingskilometer. Gewicht sinkt, Form steigt spürbar und die ersten Einsätze auf der Rolle waren ebenso notwendig, im Hinblick auf die Vorbereitung für die Trans Zollernalb. Obwohl die Strecke alles andere als attraktiv ist, finde ich das Mini-Etappenrennen sehr schön. Im Vergleich zu BIKE Four Peaks warten im Hohenzollernalb Kreis viel mehr Zuschauer und bieten eine schönere Atmosphäre, insbesondere beim nicht enden wollenden Anstieg nach Meßstetten auf der zweiten Etappe oder beim finalen Sprint hinauf zum Schrottplatz in Hechingen.

Die Trans Zollernalb wurde dann auch das zweite Jahreshighlight, sowohl aus sportlicher wie auch aus persönlicher Sicht. Ich konnte meine Erwartungen (Top100 Platzierung) nicht nur erreichen, sondern mit dem Kampf um eine Top 70 Platzierung toppen. Am Ende wurde ich 77. Gesamt und 27. in meiner Altersklasse. Und das ohne meine Frau und weltbeste Betreuerin an meiner Seite, denn frisch vermählt blieb sie erst einmal zu Hause. Umso schöner war die Begleitung und Betreuung von Peter, der bis dahin mit Radsport gar nichts zutun hatte und sich als prima Motivator entpuppte. Nicht zuletzt freut es mich natürlich, das Peter während der Trans Zollernalb Blut leckte und jetzt auch selbst aktiv Mountainbike fährt.

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Die Teilnahme beim MTB Festival in Büchel sollte ein versöhnlicher Saisonabschluss werden. Ich verbesserte meine Zeit von 2013 um ein paar Minuten, obwohl die Trans Zollernalb noch kräftig in den Beinen steckte. Ergebnistechnisch ist Platz 49. und 13. AK natürlich auch Motivation für das kommende Jahr, in dem ich endlich auch auf der Mittel- oder Langstrecke einen Sprung nach vorne machen möchte.

Eine aufregende Saison geht zu Ende mit weniger Rennen als in den Jahren zuvor, dafür habe ich wesentlich besser trainiert und wurde gerade im letzten Saisondrittel dafür auch in den Ergebnissen belohnt. Daran knüpfe ich 2015 und versuche bereits zum Saisonstart anzugreifen. Erreicht habe ich in diesem Jahr viele persönliche Ziele, wie eben die Teilnahme an der BIKE Four Peaks, über 400 Stunden Training und mehrere Trainingseinheiten über 100 Kilometer.