In der Ruhephase am Ende einer langen Saison gehört neben den ersten Planungsgedanken für die neue Saison auch immer die Reflexion der vergangenen. Was lief gut, wo hat es gehapert? Was waren die schönsten Momente der Saison und wo lief die Entwicklung absolut in die falsche Richtung? Was muss man besser machen? Woran darf oder sollte man anknüpfen?

Noch ist das Kalenderjahr zwar gar nicht beendet, trotzdem ist es eben Zeit sich mit den o.g. Fragen auseinanderzusetzen. Das wichtigste Vorweg: Auch wenn nicht alles in dieser Saison gepasst hat, die gesamte Saison hat unglaublich viel Spaß gemacht und mir einen enormen Motivationsputsch geliefert, der mich hoffentlich ein Stück voran bringt.

Der Höhepunkt in diesem Jahr war die Teilnahme an den BIKE Four Peaks. Nachdem ich bei der Trans Zollernalb 2013 Blut geleckt habe, wollte ich 2014 noch mehr Etappenrennen und arbeitete zielgerichtet im ersten Halbjahr an der Form für den ersten Höhepunkt, den wir auf unserem Blog dokumentiert haben.

In der Saisonvorbereitung kam ich mal wieder nicht so gut in den Tritt. November und Dezember 2013 verliefen unter ferner liefen und ich kam nicht annähernd an meine Trainingsziele. Im Januar ging es dann bergauf und ich kam ganz gut durch das Frühjahr, trotz eines Umzugs Anfang März. Für meine Verhältnisse habe ich in diesem Zeitraum gut trainiert, trotzdem aber zu viel Vorbereitungszeit liegen gelassen. Hier kann und muss ich 2015 insgesamt fokussierter an mir arbeiten.

Die Ronde van Vlaanderen konnte ich dann 90 Minuten schneller beenden als noch 2013, wobei hier natürlich auch de Einfluss von Pinkstar gegen dem Stock Szenario zu berücksichtigen ist. Das Stefan aber an den Hellingen dermaßen überlegen ist, wurmte mich dann schon und ist im Nachhinein der erste Wink mit dem Zaunpfahl für fehlende Kraftausdauer gewesen. Rund um Köln, Lüttich Bastogne Lüttich und diverse weitere lange Trainingseinheiten sorgten aber für einen guten Trainingsmonat April.


Ich habe noch nie so viel während eines Rennens gelacht, wie bei der 98. Rund um Köln Rundfahrt

Eigentlich ist das Rennen Rund um Köln der heimliche Sieger des Jahres, trotz BIKE Four Peak. Ich habe niemals zuvor und werde wahrscheinlich niemals wieder so viel während eines offiziellen Rennens lachen. Ich glaube dieses Rennen ist auch ausschlaggebend dafür, dass wir Tim für unser Team gewonnen haben, im nächsten Jahr viele Stunden zusammen im Sattel verbringen werden und uns dabei bestimmt häufiger noch an die Highlights des Tages erinnern werden. „Jacques will altijd koersen“ und „Rainer mit seinem Mördertempo“ sorgen jedenfalls nach wie vor für andauernde Lachkrämpfe bei den Beteiligten.


Der Mai begann schwach mit dem Ruhebike Marathon. Obwohl es sich um eine tolle, wenn nicht sogar die tollste Mountainbike Marathon Strecke in NRW handelt, konnte ich hier gar nichts leisten. Am Ende war der Marathon vom Start weg verkorkst und musste schnell vergessen werden. Umso erfreulicher war dann das Rennen in Emmelshausen. Der Schinderhannes 2013 war mein Mittelstreckendebüt und ging ziemlich daneben, satte 15% (25min) konnte ich in diesem Jahr auf die Zeit von 2013 rausholen. Am Ende reichte es nicht für eine Top100 Platzierung aber trotzdem konnte ich aus der Leistung Selbstvertrauen für die BIKE Four Peaks gewinnen. Das letzte intensive Trainingswochenende vor der Taperingphase verbrachte ich dann mit Tim, zuerst auf dem Rennrad auf den Spuren von Amstel Gold und tagsdarauf in seinem Geläuf auf dem Mountainbike im Gelderland.

Nach einem mäßigen Saisonstart im November 2013 profitierte ich von dem milden Winter und konnte gerade i den Monaten März bis Mai mit über 150 Stunden und 3500km ein paar Defizite aufarbeiten. Kurz vor dem Start zu den BIKE Four Peaks fühlte ich mich gut vorbereitet, wenn auch die Aufregung jeden Tag größer wurde.

Die Analyse zum ersten Peak des Jahres in den Alpen sowie der Aufbau für den zweiten Peak und warum Peter deswegen jetzt Mountainbike fährt, werde ich im zweiten Teil meines Saisonrückblicks am Wochenende schreiben.