Stay focused lautet das Kredo für die kommenden acht Wochen Vorbereitung auf den zweiten und letzten Saisonhöhepunkt 2016: Gulbergen24-uurs oder ich tanz die ganze Nacht.

Rückblickend war die erste Saisonhälfte ein großes Auf und Ab mit einem sehr glücklichen und versöhnlichen Ende, dass wiederum zu weiteren Taten motiviert. Durch den knapp verpassten dritten Platz beim 24h Race München ist in mir auch ein Stachel, der mich weiter antreibt. Stay focused ist Motiviation und Warnung zu gleich.

Noch einmal Gulbergen24-uurs

Eigentlich hatte ich in dieser Saison kein weiteres Solo-Projekt über 24 Stunden geplant. Aber mit dem Erlebnis beim 24h Race München und dem knapp verpassten dritten Platz möchte ich es auf meinem Weg zur 24 Stunden Mountainbike Weltmeisterschaft im nächsten Jahr noch einmal wissen.

Im September ist die Auswahl an 24h Rennen überschaubar, wobei ich neben Gulbergen24-uurs auch noch in Assen (NL), Ahrensbök (Norddeutschland) oder Stuttgart hätte starten können. Für Gulbergen sprach der Termin, wo sich die Vorbereitungsrennen nahtlos einfügen und die Erfahrungen aus dem letzten Jahr.

Die Strecke ist ein echter Mountainbike Rundkurs und fordert uns technisch viel mehr als in München. Zudem ist das Wetter im September unberechenbarer und damit ideale Bedingungen für eine Generalprobe zur Mountainbike WM 2017.

Team organisiert sich im Hintergrund

Ein weiteres Event bring auch den Vorteil, dass wir als Team näher zusammenrücken und die Abläufe noch weiter verbessern können. Nach dem München in dieser Hinsicht fast perfekt verlief, können wir an den letzten Details arbeiten.

Die Ausrichtung ist klar auf die WM 2017 ausgelegt und so möchten wir natürlich versuchen erfolgreich mit dem WM-Team in Gulbergen am Start zu stehen.

Neben Sandra, die ich am liebsten fest engagieren würde, kommen meine Schwägerinnen und Ansgar in Frage. Letztendlich steht und fällt alles wie immer mit entsprechendem Urlaub und Zeit.

Stay focussed: Way to Gulbergen

Die letzten drei Wochen habe ich mit Regenerieren verbracht. Wenig Rad fahren, viel ausruhen. Seit Montag habe ich mit der Vorbereitung begonnen, acht weitere Wochen folgen bis zum Start in Gulbergen am 24/25.09.2016.

Da ich insgesamt mit der Vorbereitung auf München sehr zufrieden war, haben wir versucht das Programm vor Gulbergen entsprechend ähnlich zu gestalten.

Den Sonntag vor dem 24 Stunden Rennen starte ich in Mönchengladbach zum Bergspurt, einem drei Stunden Rennen. Vor München hatte ich ein drei Stunden Fahrtspiel auf meinen Hometrails absolviert. Was kann es außerdem schöneres geben, als an seinem Geburtstag ein Rennen zu bestreiten?

Eine Woche vorher starte ich beim P-Weg Ultramarathon. Zwei Wochen vor dem 24 Stunden Rennen ein Langstreckenrennen, ähnlich wie vor München als Bergintervalle und eine längere Heuvelland Trainingsrunde das Tapering einleitete. Der P-Weg ist Kult und folgt seinem eignen Mhythos, kann ich jedem Biker empfehlen.

Die beiden Wochen davor werden Umfangstechnisch an meinen Österreich Aufenthalt heranreichen, denn ich habe Urlaub.

Und mit dem Frankenwald Marathon am 07.08 (RTF, 210km/3800hm) und den 6 Uren van Hamme am 15.08 werde ich mir schon zu Beginn der Vorbereitungsphase die nötigen Grundlagen holen.

Die Vorbereitung in der Übersicht


07.08 Frankenwald Rad-Marathon (210km/3800hm)
15.08 6 Uren van Hamme (6h MTB Rennen in Belgien)
20.08 14 Tage Trainingslager @ Home
11.09 P-Weg Ultramarathon (93km/2600hm)
18.09 Bergspurt Mönchengladbach (3h MTB Rennen)
24.09 Gulbergen24-uurs

Stay focused

Stay focused oder wie sehr willst du es?

Das Programm ist ambitioniert aber auch nicht mehr als vor München. Ich habe den nötigen Fokus, um mich gezielt gegen alle kommenden Umstände (Wetter, Erschöpfung, Stress) durchzusetzen und mich auf die Rennen perfekt vorzubereiten.

Während der Frankenwald Marathon als #Twitterbiketreff Event als lange Trainingsfahrt genutzt wird, werde ich in Hamme schon sehen, wo ich stehe. Das Rennen scheint den 6 Uren van Grembergen zu gleichen. Ein flacher aber sehr technischer, verwinkelter Kurs. Eine ideale Standort Bestimmung.

In Plettenberg möchte ich ein weiteres Mal diese tolle Stimmung genießen und wenn möglich mein Ergebnis aus dem letzten Jahr verbessern.

In Mönchengladbach und spätestens Gulbergen werde ich mir dann wieder die Frage stellen, wie sehr will ich es? Und vielleicht springt am Ende ja in einem von beiden Rennen ein Podium heraus? Warum nicht? Dem Klassement zum Trotz.